Sich selbst mit Nahrungsmitteln vom eigenen Hof oder dem eigenen Garten zu versorgen, ist ein viel gehegter Traum. Leider erscheint der Weg dorthin oftmals allzu teuer, denn: Woher soll das dazu passende Grundstück kommen? Und die vielen Pflanzen, die ganze Ausstattung? Klar: Zur Selbstversorgung zu gelangen, bedeutet immer auch zuerst eine gewisse finanzielle Investition. Doch allzu teuer muss das gar nicht werden!


Zucchinis aus dem Selbstversorgergarten: Gesünder geht’s nicht! Foto: Yvonne Salmen

Wie komme ich kostengünstig an das passende Stück Land?

Über eines sind wir uns alle einig: Selbst eine kleine Stadtwohnung kostet inzwischen richtig viel Miete! Auf dem »platten Land« sind die Preise noch um einiges moderater, zumindest dann, wenn sich der ausgewählte Ort ein gutes Stück von der nächsten größeren Stadt entfernt befindet. Es lohnt sich durchaus, eine Wiese mit älteren Gebäuden zu pachten, vielleicht sogar zum selben Preis wie die besagte Stadtwohnung. Statt des ganz großen Geldes kostet euer Projekt dann natürlich viel Geduld und eine Menge Arbeit, schließlich müsst ihr euch euren Selbstversorgerhof mit eigenen Händen aufbauen. Hier gilt: Umso weniger Haus und Grundstück bislang hergeben, desto niedriger fällt die Pacht – oder auch der Kaufpreis – aus. Ein wunderschöner Obstgarten mit prächtigen Bäumen und einem ertragreichen Gemüsebeet ist eben nicht »für lau« zu haben.

Du siehst die verwilderte Wiese mit dem in die Jahre gekommenen Häuschen vor deinen Augen? Schau genauer hin! Mit etwas Fantasie erkennst du bereits, wie es einmal werden wird, wenn du deinen Traum verwirklicht hast! Entdecke einfach jetzt schon das Potential im »Billiggrundstück«, das sich unter deiner Pflege erst voll entfalten wird.


Biosamen kaufen – und selbst züchten

Immer wieder neue Samen zu kaufen, weil die Hybridsaaten von Monsanto und Co. nur eine oder zwei Pflanzengenerationen hergeben, macht nicht gerade viel Sinn. Nutze die immerhin noch vorhandene Möglichkeit, dir genetisch unveränderte Biosamen zu kaufen! Diese sind zu Anfang tatsächlich etwas teurer, doch werden die daraus keimenden Pflanzen irgendwann neues, gesundes Saatgut hervorbringen, das du für deine nächste Aussaat nutzen kannst.

Auch große, fertige Bäume musst du dir nicht zulegen. Für den Preis eines bereits tragenden Apfelbaumes kannst du dir zig Unterlagen für die Veredelung deiner bevorzugten Sorten kaufen. Nach einigen Jahren kann es durchaus sein, dass diejenigen Bäume, die von Anfang an an ihrem Bestimmungsort standen, bereits größer sind als der zwangsumgepflanzte Kollege.

Zuckermais aus Biosaatgut: Damit der Same immer wieder aufgeht! / Foto: Yvonne Salmen

Communities suchen und zum Austausch nutzen

Und ganz nebenbei: Unter den Gartenfreunden und Selbstversorgern gibt es jetzt schon einen regen, freundschaftlichen Austausch. Wer sich einer Community anschließt, der profitiert nicht nur von ganz viel Know-how, sondern erhält oft auch Saatgut und fertige Früchte von seine neuen Freunden, die er bei eigenen Ernteerfolgen ebenfalls reichlich beschenken kann.

Quelle: experimentselbstversorgung.net

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.