In den USA befiehlt Trump dem Konzern General Motors, Beatmungsgeräte zu produzieren – die Vereinigten Staaten sind jetzt das Epizentrum der Pandemie. Das Militär wird mobilisiert, Kriegsgesetze in Kraft gesetzt. Auch in Europa laufen hinter den Kulissen zahlreiche Maßnahmen, um die Krankenhäuser aufzurüsten. Jetzt sollen die in wissenschaftlichen Einrichtungen verfügbaren 3-D-Drucker ihren Beitrag leisten.


Das DLR druckt demnächst Schutzmasken und Ventile aus

Dringend benötigt: Ventile für Beatmungsgeräte

Die Europäische Kommission hört sich offenbar um, wo sich in Europa einsatzfähige 3-D-Drucker befinden, die bei der Produktion von Mundschutzmasken und Ventilen für Beatmungsgeräte mithelfen können. Beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist sie jetzt fündig geworden. Das Forschungszentrum meldet, es habe einen Umstellungstest an seinen Anlagen durchgeführt, der erfolgsversprechend war. Und das, obwohl keine vorgefertigten CAD-Daten für diesen Übungslauf vorlagen!

Stattdessen haben sich das Systemhaus Technik in Zusammenarbeit mit der technischen Ausbildung frei verfügbare Vorlagen und Bauteile beschafft, um den Versuch darauf zu gründen. Außerdem beschafften sich die Wissenschaftler für den medizinischen Bereich zugelassene Kunststoffe, damit alles so authentisch wie möglich wird. Das Gummimaterial für die Masken ist nach Aussage des DLR hervorragend geeignet, um eine gute Passform zu gewährleisten.


Zahlreiche andere Einrichtungen sollen sich anschließen

Aktuell erfasst das DLR noch die vorhandenen Druckerkapazitäten und deren Leistungsfähigkeit. Einige Anlagen ähneln automatisierten Heißluft-Klebepistolen, die Kunststoffgranulat schmelzen und in Schichten übereinander drucken. Andere wiederum nutzen flüssigen Kunststoff, der per UV-Strahlung zur Aushärtung gelangt. Die vom DLR hergestellten Medizinprodukte benötigen jetzt noch eine offizielle Zertifizierung, damit sie auch wirklich genutzt werden dürfen.

Pro Tag gelingt es einem leistungsfähigen 3-D-Drucker, 15 Ventile oder 10 Masken herzustellen. Wenn sich nun noch zahlreiche Einrichtungen miteinander vernetzen, kommen im Endeffekt sehr viel größere Mengen dabei heraus. Auf die Zahl der »Mitmacher« kommt es an! Aus diesem Grund teilt das Systemhaus Technik seine Erfahrungen mit anderen wissenschaftlichen Instituten.

Quelle: dlr.de

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