China überschwemmt die Welt mit billigen E-Autos, jetzt gibt Citroën darauf eine persönliche Antwort: Mit der unverwechselbaren, aber modernisierten Silhouette der legendären „Ente“ überführt der französische Automobilhersteller auf dem Pariser Autosalon die Vergangenheit in die Zukunft – oder in das, was sich die Ingenieure und Designer darunter vorstellen. Extreme Minimalisierung heißt das Zauberwort, dazu eine kostengünstige Konstruktion und wenig Gewicht. Geht dieses Konzept wohl auf?


Der Retro-Innenraum der neuen E-Ente / Foto: Citroën/Stellantis

Gegen den Trend zu schweren, komplexen Crossovern

Der globale Wettbewerbsdruck auf dem Automarkt ist enorm und tobt sich besonders stark in der Elektrosparte aus. Das neue 2 CV Konzept hätte allerdings auf dem US-Markt kaum eine Chance, es mangelt an Reichweite und wohl auch an Sicherheit. Eher handelt es sich um ein Nischenfahrzeug für kurze Pendelstrecken und den Stadtverkehr, das mit einer Aufladung bis zu 160 Kilometer schafft. Ganz klar richtet sich dieser Wagen gegen den Trend zu schweren, komplexen Crossovern (Mix zwischen klassischem PKW und SUV), schließlich werden auch kleine, kompakte Stadtflitzer gebraucht.

Die neue E-Ente von außen / Foto: Citroën/Stellantis

Leichtbauweise mit kleinem Akku und Retro-Outfit

Die Länge beträgt nur 3,76 Meter, das Leergewicht liegt unter einer Tonne. Die Leichtbauweise ermöglicht einen kleinen Akku und hält die Herstellungskosten niedrig. Die flachen Stahlbleche und Glasscheiben sowie die abnehmbaren Stoßfänger für günstige Reparaturen plus das unlackierte Heckklappen-Composite schlagen in dieselbe Kerbe. Der Innenraum wirkt niedlich, fast wie ein Spielzeugauto im Retro-Stil. Gleichzeitig wird extreme Funktionalität gewahrt: Der Wagen kommt ohne klassisches Armaturenbrett aus, Lenkrad und Instrumente sitzen an der Säule. Ein schlichter 8-Zoll-Touchscreen tritt als stiller Zeuge der digitalisierten Welt auf.


Ansonsten: Karotten-Polster, Stoff-Türgriffe, ein abnehmerbarer 3D-gedruckter Korb aus Bioplastik und Holz, ein manuelles Stoff-Faltdach – und: herausnehmbare Bluetooth-Lautsprecher. Die Rohrsitzgestellte lassen sich komplett aushängen. Designchef Gaillot-Drevon betont die Nähe zur Serienreife. Ab 2028 soll es laut offizieller Statements so weit sein, mit einem anvisierten Startpreis von rund 15.000 Euro.

Quelle: newatlas.com 

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