Der Thinktank Ember hat die offiziellen Zahlen zu Afrika Solarausbau überprüft: Tatsächlich ist der Kontinent schon viel weiter als bisher gedacht. Während die Internationale Agentur für Erneuerbare Energie (IRENA) von 4,6 Gigawatt Zuwachs im Jahr 2025 ausgeht, stieß Ember auf neue Anlagen mit insgesamt rund 12 Gigawatt. Für 2026 sollen es sogar 17 neu installierte Gigawatt werden – eine energetische Revolution. Solarmodule sprießen in Afrika Embers Einschätzung basiert auf China-Exporten nach Afrika Die meisten Solaranlagen entstehen dezentral, oft an Dächern und häufig an Hotels, Krankenhäusern und Betrieben. Sie sind zwar an das öffentliche Netz angeschlossen, dienen aber hauptsächlich der Versorgung direkt vor Ort – und werden in den Statistiken unzureichend erfasst. Nur 36 von 54 afrikanischen Ländern geben ihre vorhandenen Kapazitäten überhaupt öffentlich an. Von diesen haben wiederum nur 14 Staaten ihre Daten für 2025 herausgegeben. Embers Einschätzung basiert deshalb auf dem Afrika-Export chinesischer Module unter Berücksichtigung der Zeitverzögerung für Zwischenlagerung und Installation. Voraussetzungen für Wirtschaftsentwicklung verbessern sich Stromausfälle im öffentlichen Netz gehören in vielen Regionen Afrikas leider noch immer zum Alltag. Die bisherige Lösung lag darin, Dieselgeneratoren anzuwerfen und so die Versorgung stabil zu halten. Doch die Brennstoffpreise schwanken stark, der Betrieb geht ins Geld und auf die Umwelt. Da ist es nur folgerichtig, dass im sonnenreichen Afrika Solarzellen mit Batteriespeichern an den Platz der Generatoren treten. Das Ergebnis rechnet sich gleich auf mehrere Weisen: Der steigende Energiebedarf lässt sich vermehrt aus erneuerbaren Quellen decken, die Ausfälle nehmen ab, die Kosten für Diesel sinken oder fallen ganz weg. Damit verbessern sich auch die Voraussetzungen für eine wirtschaftliche Weiterentwicklung. Allerdings bleibt die genaue Dimension des Solar-Zubaus unsicher, denn niemand kann die neu entstandenen Anlagen konkret zählen. Alle verfügbare Hinweise deuten jedoch darauf hin, dass der Thinktank Ember mit seinen Zahlen ungefähr recht hat. Quelle: utopia.de Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende. Facebook Facebook Twitter Twitter WhatsApp WhatsApp Email E-Mail Newsletter