Wird dir in großen Höhen mulmig zumute? Quälen dich sogar schon ein, zwei Meter über dem Boden Bauchschmerzen? Höhenangst schränkt das Leben ein, hindert Menschen daran, ins Flugzeug oder eine Seilbahn zu steigen, auf einen Turm oder ein Baugerüst zu klettern. Eine Therapie kann helfen, doch die ist aufwändig und teuer. Demnächst hilft eine Handy-App, die Angst loszuwerden – und sie wirkt tatsächlich.


Absturz aus großer Höhe – ein wahrer Alptraum

Easyheights setzt dich unerbittlich deinen Ängsten aus

Easyheights heißt die Software, die dich in luftige Höhen entführt. Bis jetzt ist sie noch nicht zu haben, aber sobald die App in den Stores auftaucht, brauchst du nur dein Smartphone und eine VR-Brille, um sie zu nutzen. Kosten soll sie nichts, außer natürlich deine Zeit und einige Tropfen Schweiß. Denn das Programm setzt dich deinen Ängsten aus, zuerst noch vorsichtig, dann immer unerbittlicher. Zu sehen sind 360-Grad-Bilder von realen Orten, natürlich aus der Vogelperspektive. Du startest bei einem Meter über dem Erdboden und tastest dich langsam immer weiter hinauf, bis zu deiner persönlichen Angsthöhe – und darüber hinweg.

Expositionstherapie ist in der Regel aufwändig und teuer

Im Grunde tust du damit dasselbe, was ein »echter« Therapeut mit dir machen würde: Du setzt dich deiner Phobie aus und gewöhnst dich an den Gegenstand deiner Angst. Nur, dass ein Psychotherapeut in seiner Praxis die betreffenden Situationen nicht nachstellen kann, er müsste mit dir raus in die Welt: Eine solche Expositionstherapie ist in Regel zu aufwändig und zu teuer. Mit Easyheights bekommst du das kostenlos, solltest dich aber bei einer ausgeprägten Phobie besser von einem Freund begleiten lassen.


Die Wissenschaftler der Universität Basel, die diese App entwickelt haben, dürfen sich freuen: Eine klinische Studie bestätigte die Wirksamkeit gegen Höhenangst. 50 Phobie-Patienten bestiegen dafür einen Aussichtsturm, so hoch, wie sie es schafften, und gaben ihre empfundene Angst zu Protokoll. Die Hälfte von ihnen trainierte danach mit Easyheights, die andere nicht. Anschließend konnten die virtuell Abgehärteten deutlich höher steigen als zuvor, die Kontrollgruppe hingegen verharrte auf demselben Level.

Quelle: forschung-und-wissen.de

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