Geht es nach Uli Sambeth, hat der Unternehmer mit dem eBall eine echte Weltneuheit erfunden. Hierbei soll es sich um das weltweit erste Gerät handeln, das auf nur einer Kugel rollt. Der eBall ist ein selbstbalancierender Scooter, der mit der Hüfte gelenkt wird. Zweieinhalb Jahre hat Uli Sambeth an dem eBall getüftelt. Um das Gerät auf dem Markt etablieren zu können, benötigt Sambeth frisches Kapital. Dafür betritt der fünffache Vater morgen Abend die Höhle der Löwen.


 eBall: Jochen Schweizer, Joschua und Uli Sambeth Foto: VOX / Bernd-Michael Maurer
eBall: Jochen Schweizer, Joschua und Uli Sambeth Foto: VOX / Bernd-Michael Maurer

E-Ball 360 Grad Revolution

Der eBall sieht aus wie ein Ufo und steckt voller ausgeklügelter Elektronik, die den Hüftschwung des Fahrers als Steuersignale interpretiert. Somit lässt sich der eBall recht intuitiv lenken. Das Gerät könnte sich durchaus zu einem trendigen elektrischen Roller entpuppen. Nach etwa drei Monaten Entwicklungszeit entsprang der erste eBall-Prototyp. Diesen lies Uli Sambeth zunächst ausgiebig von seinen Kindern testen. Der eBall ist ein spaßiges Pendant zum Segway und feierte sein Debut im Rahmen der diesjährigen Spielwarenmesse in Nürnberg. Mangels Lenker, geht es beim Anfahren ein wenig wackelig zur Sache. Das mache aber auch Spaß, erklärt der Erfinder. Man kann Sambeth zufolge „Moves“ fahren, die es bisher noch nicht gab. Darauf ist der Erfinder besonders stolz. Bisher sind derartige 360-Grad-Manöver nur mit einem Helikopter möglich. Die Funktionsweise erklärt sich wie folgt: Ist der Fahrer ausbalanciert, geht es in die Zielrichtung. Verlagert der Fahrer dann seine Körperhaltung in eine andere Richtung, nehmen das die am Gerät verbauten Sensoren und Kreiselsysteme wahr und lenken den eBall in die gewünschte Richtung. Die Steuerung ist sehr intuitiv, so dass auch Kinder recht schnell den Dreh heraus haben. Konkrete Informationen zu dem Signalflußdiagramm lassen sich von Sambeth nicht entlocken. Die behält der Erfinder lieber für sich. Schließlich genießen das System und Gerät auch einen Patentschutz. Interessant ist auch, dass nahezu alle technischen Komponenten aus dem Internet zusammengekauft wurden. Darin stecken also Teile von Konsolen, E-Scootern und aus dem Modellbau.

eBall im Video


Die Basis des eBall bildet eine hohle Stahlkugel, die mit einem Gummi umgossen wurde. Drei beziehungsweise vier Elektromotoren treiben ein sogenanntes Reibrad an, welches wiederum die Kraft der E-Motoren auf die Kugel überträgt. Dadurch wird der eBall dann auch immer in die gewünschte Richtung gedreht.

Uli Sambeth hat nach den Prototypen für Kinder (drei Motoren) und für Erwachsene (vier Motoren) ein Patent angemeldet, dann ein Startup gegründet und das Produkt in der Folge weiterentwickelt. Bisher flossen 250.000 Euro in die Entwicklungen. Im November 2015 erhielt Sambeth auch das internationale Patent für den eBall. Somit ist das Produkt auch ausreichend geschützt, was für potentielle Investoren recht interessant sein dürfte. Es soll noch an weitere Funktionen gearbeitet werden. Dafür wird aber Kapital benötigt.

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eBall in der Höhle der Löwen

Der eBall wird morgen Abend im Rahmen der Erfolgsshow „Die Höhle der Löwen“ einem breiten Publikum vorgestellt. Wie der Teaser zum Pitch verrät, werden sich Frank Thelen und auch Jochen Schweizer einem Test unterziehen. Wie das Urteil ausfällt, bleibt jedoch noch abzuwarten. Uli Sambeth möchte von den potentiellen Löwen-Investoren 500.000 Euro und ist dabei gewillt 12,5 Prozent seines Unternehmens abzugeben.

Wo kann man den eBall kaufen?

Bisher kann der eBall noch nicht erworben werden. Interessenten können das Gerät jedoch über die Website gewinnen. „Gewinne den ersten eBall der Welt“, heißt es unter anderem. Auch bei Amazon ist der eBall noch nicht zu finden.

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