Was das Bezahlen in Geschäften angeht, sind Deutsche eher traditionell veranlagt. So ist in keinem Land in Europa die Skepsis gegenüber mobilem Bezahlen größer als in Deutschland. Aber die Zeiten ändern sich. Denn zumindest was kontaktloses Bezahlen angeht, werden die deutschen Kunden aufgeschlossener.


Moderne Zahlungsmethoden setzen sich durch

Die erhöhte Bereitschaft, auch modernere Bezahlmöglichkeiten einzusetzen, geht aus der Jahresbilanz der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) zum Einsatz der Girokarte (früherer Name der EC-Karte) hervor. EC-Karten sind in Deutschland die beliebtesten Zahlkarten – noch weit vor Kreditkarten. Mit ihnen kann man auch kontaktlos zahlen, indem man die EC-Karte einfach an ein Lesegerät hält.


Der Anteil kontaktloser Zahlvorgänge an den Girokarten-Transaktionen lag im Januar 2019 bei 19 Prozent. Im Dezember waren es 35,7 Prozent – ein deutlicher Anstieg. Inzwischen sind 75 Millionen der 100 Millionen sich im Umlauf befindlichen EC-Karten mit Funktionen zum kontaktlosen Bezahlen ausgestattet.

Insgesamt überstiegen die Kartenzahlungen mit EC- und Kreditkarten bereits 2018 die Barzahlungen. Damals entfielen 48,6 Prozent der Bezahlvorgänge auf Karten, 58,3 Prozent auf Bargeld. Mit der Verbreitung des kontaktlosen Bezahlens wird sich dieses Verhältnis wahrscheinlich weiter in Richtung der Girokarte verschieben. So wurden im letzten Jahr 4,5 Milliarden Bezahlvorgänge über EC-Karten abgewickelt – ein neuer Rekord.

Kleinere Beträge werden kontaktlos bezahlt

Inzwischen steigt auch die Bereitschaft der Kunden, kleinere Beträge mit der Karte zu zahlen. Der Durchschnittsbetrag der Zahlungen per Karte ging on 49,39 auf 46,86 Euro zurück, und kleinere Transaktionen werden häufig kontaktlos geleistet – hier liegt der Durchschnittsbetrag bei 33,93 Euro. „ Kontaktlos wird mehr und mehr zur Realität„, schreibt die DK.

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1 Kommentar

  1. Björn

    26. Februar 2020 at 09:41

    Das ist so lange schön, bis die Banken oder der Staat die Schalter schließt. . . Siehe Griechenland vor ein paar Jahren.

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