Bevor Ärzte zum Skalpell greifen, versuchen sie so viele Informationen wie möglich zu sammeln. Je besser dies gelingt, desto eher lassen sich während der Operation auftretende Überraschungen vermeiden. Doch auch mit der modernen Medizintechnik ist es gar nicht so einfach, in das Innere eines Körpers zu schauen, ohne diesen aufzuschneiden. Alle gängigen Scans liefern lediglich eine Vielzahl an zweidimensionalen Bildern, die die Ärzte dann im Kopf wieder zusammensetzen müssen, um beispielsweise den Verlauf eines Tumors zu erkennen. Diese Arbeit möchte das Startup EchoPixel ihnen nun abnehmen.


Via: Springwise Copyright: EchoPix
Via: Springwise Copyright: EchoPix

Das System spart Zeit bei der Vorbereitung und bei der OP

Dazu wurde eine Software entwickelt, die die einzelnen Bilder der ohnehin gemachten Scans zusammensetzt und daraus ein 3D-Bild entwickelt. Ärzte können sich so beispielsweise bestimmte Organe im Vorfeld der Operation bereits in Originalgröße anschauen. Zudem können sie bestimmte Bereiche näher heranzoomen und genauer betrachten. So ist es möglich, zu schauen, ob ein Tumor in der Nähe von Adern liegt und in diesem Bereich dann später besondere Vorsicht walten gelassen werden muss. Getestet wurde die Software in Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitätskrankenhäusern in den Vereinigten Staaten. Nach Angaben des Unternehmens stellte sich dabei heraus, dass die Ärzte die Scans nicht nur schneller interpretieren konnten, sondern sie benötigten später auch weniger Zeit für die eigentliche Operation.

Die Behörden haben den Einsatz bereits abgesegnet

Die „US Food and Drug Administration” jedenfalls hat dem System bereits die Erlaubnis zum Einsatz erteilt. Somit darf die Software von Ärzten ganz offiziell zur Operationsvorbereitung eingesetzt werden. Die Vision des Unternehmens geht aber noch weiter: Zukünftig sollen die Ärzte auch selbst in der Virtuellen Realität tätig werden können und dort die Operation bereits einmal durchführen. Geht dann etwas schief, können bei der eigentlichen Operation daraus die entsprechenden Konsequenzen gezogen werden. Die Investoren scheinen von der Idee jedenfalls überzeugt zu sein: Schon 2012 sammelte EchoPixel 3,8 Millionen Dollar an Kapital ein.


Via: Springwise

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