Mit der zunehmenden Verbreitung von Elektroautos auf deutschen Straßen steigen auch die Anforderungen an die Ladeinfrastruktur. Der Energieversorger EnBW demonstriert mit einem „Ladepark“ in Rutesheim bei Stuttgart, wie er sich das Laden von Elektroautos in Zukunft vorstellt. Die acht Ladepunkte sind überdacht, mit WLAN ausgestattet und können mit einer Leistung von bis zu 300 kW laden.


Bild: EnBW /Fotograf: Endre Dulic

Ladestationen mit öffentlichem WLAN

Die EnBW-Ladestation liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Stuttgart auf der Höhe von Leonberg und unterstützt Elektroautos mit CCS-, Chademo- und Typ1-2-Steckern. EnBW hat außerdem extra eine besondere Kabelführung entwickelt, die das Laden an den Ladepunkten komfortabler gestalten soll. Zudem kommt der Strom für alle Punkte aus erneuerbaren Quellen. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach speist Strom in das örtliche Netz ein und versorgt zudem den Ladepark mit Energie. Elektroauto-Fahrer, die die Infrastruktur nutzen wollen, können das Laden ihres Wagens mit der App EnBW Mobility+ bezahlen.

Neben dem Dach zum Schutz vor der Witterung wird der Ladepark 24 Stunden am Tag videoüberwacht, was zur Sicherheit betragen soll. Während der Wartezeit können die Fahrer vom öffentlichen WLAN der Station profitieren. Die acht Ladepunkte laden alle mit 300 kW. Außerdem ist der Ladepark modular aufgebaut – bei Bedarf kann die Kapazität auf 16 Ladepunkte verdoppelt werden.


EnBW möchte das Ladenetz ausbauen

Bis 2021 möchte EnBW seine bundesweit etwa 450 Schnellladestandorte auf mehr als 1000 ausbauen. „ Hochmoderne Schnellladestandorte bilden dabei den strategischen Schwerpunkt beim weiteren Ausbau“, so das Unternehmen. Nach eigenen Angaben betreibt EnBW inzwischen etwa 100.000 Ladepunkte in insgesamt sechs europäischen Ländern.

Der Ausbau des Schnellladenetzes in Deutschland ist in jedem Fall zu begrüßen. Eines der großen Argumente für den Kauf eines Teslas ist bisher das hervorragend ausgebaute Supercharger-Netz. Zwar gab es immer wieder Pläne, die Supercharger auch für die Elektroautos anderer Hersteller zu öffnen, bis heute ist das allerdings keine Realität. Wer also ein Elektroauto von Herstellern wie Mercedes, BMW, VW oder Porsche kauft, der ist bei Überlandfahrten auf die Schnellladepunkte anderer Hersteller angewiesen.

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