Roboter spielen auch in der Arbeitswelt eine immer größere Rolle. In der Industrie wird vermehrt auf Fertigung durch Roboter gesetzt, und mit der Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz werden auch andere Aufgaben in Zukunft von Maschinen übernommen werden. In Anbetracht dieser Tatsache stellt sich die Frage, wie man die wachsende Bevölkerung von Industrieländern weiter mit Jobs versorgen soll. Aus dieser Fragestellung heraus entstand auch die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens, die seit längerem diskutiert wird. Nun stieg auch der Tesla-Chef Elon Musk in die Diskussion ein und sprach sich deutlich für ein bedingungsloses Grundeinkommen aus.


Musk: Ein Grundeinkommen ist unausweichlich

Musk, der auch das Weltraumunternehmen SpaceX gegründet hat, geht davon aus, dass Maschinen in Zukunft immer mehr die Arbeitswelt dominieren werden. Aus diesem Grund bliebe gar keine andere Möglichkeit, als den Menschen ein bedingungsloses Grundeinkommen auszuzahlen. Diese könnten sich dann auf interessantere, komplexere Themen konzentrieren, so der Unternehmer gegenüber CNBC.


Als Beispiel zog Musk selbstfahrende Trucks heran, die in Zukunft menschliche Fahrer unnötig machen würden. Zwar besteht in den USA bereits seit Jahren ein Mangel an Truck-Fahrern, aber bei der weitreichenden Implementierung selbstfahrender Trucks würden dennoch zahlreiche Jobs wegfallen. In Zukunft wäre die Steuerung und Überwachung einer ganzen Flotte selbstfahrender Trucks dann eine Aufgabe, die von Menschen übernommen würde, was laut Musk viel interessanter wäre als das Fahren des Trucks. Natürlich haben viele Truckfahrer keine Qualifikation dieser Aufgabe, und außerdem würden natürlich dennoch viele Jobs wegfallen. Musks Lösung wird schon seit Jahren von Befürwortern des bedingungslosen Grundeinkommens propagiert: Mehr Freizeit, während die Fixausgaben dank der staatlichen Zahlung gedeckt werden können.

Die Idee ist nicht neu

Die Idee ist keinesfalls neu. In Nordamerika und Europa wird schon länger über das bedingungslose Grundeinkommen diskutiert. Die Schweiz sprach sich im Sommer per Volksabstimmung gegen eine Fixzahlung von 2500 Schweizer Franken pro Monat aus und in Finnland startet bald ein Pilotprojekt, bei dem das Grundeinkommen getestet wird. 2000 Menschen sollen nächstes Jahr ein Grundeinkommen von 560 Euro erhalten. In Deutschland gibt es ein crowdfinanziertes Projekt namens „Mein Grundeinkommen„, das regelmäßig ein Grundeinkommen von 1000 Euro pro Monat für ein Jahr verlost.

Die wichtigsten Punkte bei einem bedingungslosen Grundeinkommen sind zum einen die Finanzierbarkeit, zum anderen die Höhe des monatlichen Grundeinkommens. Beide Punkte werden leidenschaftlich diskutiert, und die Frage, ob ein Grundeinkommen tatsächlich eine praktikable Lösung für die Zukunft ist gilt allgemein noch als unbeantwortet.

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