Jeder, der öfter mal mit dem ICE oder dem IC unterwegs ist, wird sicher schon diesen nervigen Moment erlebt haben: Der Handyempfang bricht plötzlich ab oder stottert merklich, gern auch mal mitten im Gespräch. Die Deutsche Bahn hat nun eine Idee, wie sie das ändern kann – und werkelt nun ausgerechnet an den Fenstern ihrer Züge.


Von Martin Lechler – Eigene Aufnahme mit Handy, Gemeinfrei, Link

Winzige Löcher in der Metallfolie sollen es richten

Die Fenster der Züge sind mit einer hauchdünnen Metallfolie überzogen, die das Sonnenlicht reflektieren. So heizen sich die Waggons im Sommer nicht so sehr auf. Leider fällt es auch den Mobilfunkwellen schwer, diese Folie zu durchdringen, so werden aus immerhin 300 Mbit/sec ganz schnell mal mickrige 30. Kein Wunder also, dass es klemmt und hakt. Da der wunde Punkt aber nun geortet ist, lässt er sich hoffentlich auch entschärfen. Die Bahn experimentiert dafür mit Laserstrahlen und bearbeitet damit die Metallfolien, um sie durchlässiger zu machen. Winzige Löcher sollen es richten und dafür sorgen, dass alle Frequenzen Zugang zum Waggon erhalten. Der Radioempfang auf UKW und DAB wird sich damit ebenfalls hörbar verbessern, so die Annahme.

Auch die Funkverbindung ist weiter verbesserungswürdig

Bis Ende des Jahres soll es dauern, bis die Bahn sämtliche Tests beendet hat. Vielleicht haben die Fahrgäste dann Glück und sie können das Ergebnis ab dann schon genießen. Doch das steht längst noch nicht fest, vielleicht dauert es auch länger – oder es klappt alles nicht, wie erwartet. Außerdem wissen wir alle, dass es oftmals auch an der Funkversorgung mangelt, da helfen auch keine Fensterlöcher weiter. Bis Ende letzten Jahres 2019 hätten eigentlich alle deutschen ICE-Strecken mit LTE versorgt sein sollen, so wollte es die Bundesnetzagentur. Geklappt hat das nicht ganz, O2 liegt zum Beispiel nur bei 80 Prozent, die Telekom schafft immerhin 96,4 Prozent Netzabdeckung.


Quelle: galileo.tv

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