Vor einigen Jahren kam es in Deutschland zum sogenannten PISA-Schock. Bei europäischen Vergleichstests schnitten die deutschen Schüler unterdurchschnittlich schlecht ab – was anschließend zu einer Reihe von Reformen führte. Finnland hingegen konnte sich durch die PISA-Studie bestätigt sehen: Das Land stand ganz an der Spitze des Rankings. Dies hängt auch damit zusammen, dass das finnische Schulsystem stets offen für innovative Ansätze ist. Neuestes Beispiel: An einigen Grundschulen wird aktuell der Einsatz eines humanoiden Roboters namens Elias getestet. Dieser kommt vor allem im Sprachunterricht zum Einsatz und kommuniziert mit den Kindern direkt. Die Idee dahinter: Der Roboter stellt eine Abwechslung dar und weckt daher das Interesse der Kinder, die sich dadurch dann auch mehr mit den Inhalten beschäftigen.


Die Fragen werden dem Niveau der Schüler angepasst

Abgesehen davon bringt der Einsatz einer smarten Maschine aber auch noch eine Reihe weiterer Vorteile mit sich. So reagiert Elias niemals genervt, sondern wiederholt seine Antworten und Aussagen stets freundlich. Der Roboter nutzt seine künstliche Intelligenz aber nicht nur, um Gespräche mit den Kindern zu führen. Vielmehr analysiert er auch deren Sprachniveau und passt seine Fragen entsprechend an. Dadurch sollen insbesondere auch schwächere Schüler besser integriert und gefördert werden können. Ein paar Tricks, um die Aufmerksamkeit der Schüler hoch zu halten, hat der etwas ungewöhnliche Lehrer auch auf Lager. So kann er etwa den Gangman Style tanzen. Neben Elias kommt noch ein kleiner Roboter im Mathe-Unterricht zum Einsatz.


Der langfristige Nutzen muss noch analysiert werden

Klar ist aber: Bisher handelt es sich um eine reine Unterstützung – und keinen Ersatz – für das menschliche Lehrpersonal. Denn Elias ist ein freundliches Wesen und beispielsweise nicht in der Lage, für Ruhe im Klassenraum zu sorgen. Die finnischen Lehrer müssen sich also vorerst keine Sorgen um ihre Arbeitsplätze machen. Die Tests mit den Robotern wurden zudem bewusst über einen längeren Zeitraum angesetzt. Denn es ist durchaus denkbar, dass sich viele positive Aspekte der Nutzung mit der Zeit verringern. Etwa weil die Roboter keine Besonderheit mehr darstellen und die Aufmerksamkeit und Motivation der Schüler dementsprechend sinkt. Es soll daher geschaut werden, ob der Ansatz auch langfristig zu besseren Leistungen führt.

Via: Internet of Business

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