Mikroplastik ist ein Problem, das nicht erst seit gestern ein Thema für uns ist. Die kleinen Plastikteilchen finden sich sowohl im Meer als auch in Binnengewässern und verunreinigen auch Böden und Tierkörper. Und laut einer aktuellen Studie ist das nicht alles: Forscher fanden die winzigen Plastikteilchen nun auch in der Atemluft.


Foto: Kim Grønbæk Skytte (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Besorgniserregende Ergebnisse

Bisher gibt es nicht viele Studien, die die Anwesenheit von Mikroplastik in der Luft untersucht haben. Zwei Studien in China und Frankreich kamen im Jahr 2016 und 2017 zu dem Schluss, dass die kleinen Pastikteilchen auch in der Luft zu finden sind. Diese Ergebnisse werden nun von der neuen Studie bestätigt.

Die Forscher untersuchten das Auftreten von Mikroplastik in der Luft in den Pyrenäen und fanden einen täglichen „Niederschlag“ von 365 Plastikpartikel pro Tag und Quadratmeter. „ It’s astounding and worrying that so many particles were found. If it is going to be a problem, it is going to be a very big problem. I don’t think there is an organism on Earth that is immune to this„, so Steve Allen vom EcoLab Institut in der Nähe von Toulouse. Dabei stehe die Menge des Mikroplastiks in der Luft in Verbindung mit der Windstärke. Eine Nähe zu urbanen Zentren oder auch Dörfern sei hingegen nicht erforderlich – der Ort, den die Forscher untersuchten, lag 6 Kilometer vom nächsten Dorf, 25 Kilometer von der nächsten Großstadt sowie 120 Kilometer von der nächsten Großstadt entfernt.


Die Tatsache, dass die Forscher Mikroplastik auch in der Luft von Orten fanden, die relativ abgelegen sind, ist ein weiterer Hinweis darauf, dass es sich nicht um ein lokalisiertes Problem handelt, sondern wir es mit einem globalen Phänomen zu tun haben.

Die meisten der gefunden Partikel bestanden aus Polystyrol und Polyethylen – toxische Materialien, die oft in Einwegverpackungen und Plastiktüten verwendet werden. Mikroplastik wurde in der Vergangenheit auch in menschlichem Lungengewebe gefunden, wenngleich die Forschung noch nicht genügend Daten darüber gesammelt hat, wie schädlich die kleinen Plastikteilchen dort wirken können. „When you get down to respiratory size particles, we don’t know what those do. That is a really big unknown„, so Teammitglied Deonie Allen.

via The Guardian

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2 Kommentare

  1. Björn

    25. April 2019 at 12:58

    in 5-10-tausend Jahren werden Forscher die Schicht aus Kunststoff finden und sich fragen, wie diese dahin kommt… Klasse, und ich bin ein Teil davon.

  2. Björn

    25. April 2019 at 13:04

    Ein Vorschlag, lasst uns eine Steintafel ritzen und drauf schreiben, dass es ein Feuerregen war.

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