Kaffee macht nicht nur Morgenmuffel munter, nein, eine breit angelegte Studie zeigt nun, dass er auch vorbeugend gegen hepatozellulären Krebs wirkt. Dabei gilt das simple Prinzip: Mehr hilft mehr! Allerdings solltet ihr es trotzdem besser nicht übertreiben.


26 verschiedene Studien mit 2,25 Millionen Teilnehmern

Hepatozelluläre Tumore (Leberkrebs) stellen die fünfthäufigste Krebsart der Welt dar, wobei Asiaten stärker bedroht sind als andere. Insgesamt lässt sich feststellen, dass tendenziell immer mehr Menschen an dieser Krankheit leiden, weil es eine steigende Zahl von hepatitis- und alkoholgeschädigten Patienten gibt. Ist die Leber erst in Mitleidenschaft gezogen, kommt der Krebs oft hinterher. Die besagte Untersuchung der Universitäten von Edinburgh und Southampton besagt nun, dass sich das Erkrankungsrisiko durch regelmäßigen Kaffeekonsum deutlich senken lässt, darin involviert sind 26 verschiedene Studien und ganze 2,25 Millionen Teilnehmer. Mit dieser gewaltigen Datenmenge im Rücken lässt es sich durchaus von einem harten Beweis sprechen, der passionierten Kaffeetrinkern sehr gefallen dürfte.


Koffeinhaltiger Kaffee ist hilfreicher als Kaffee ohne Koffein

Wer pro Tag eine Tasse koffeinhaltigen Kaffee genießt, der darf sich über ein um 20 % gesenktes Risiko für hepatozellulären Krebs freuen. Fünf Tassen pro Tag halbieren sogar die Wahrscheinlichkeit für ein entsprechendes Karzinom. Leider besitzt entkoffeinierter Kaffee nicht dieselbe Durchschlagskraft wie sein koffeinhaltiger Kollege, doch ist der Effekt auch hier zu beobachten. Der Hauptautor der Studie, Oliver Kennedy, meint jedoch, dass wir uns nun nicht alle jeden Tag mit literweise Kaffee zuschütten sollten: »Es braucht noch mehr Untersuchungen bezüglich der möglichen Nebenwirkungen einer hohen Koffeinzufuhr. Es gibt Hinweise, dass manche Gruppen dies eher vermeiden sollten, wie zum Beispiel schwangere Frauen.«

Kaffee Kraftstoff
Foto: dumping into portafilter, David Joyce, Flickr, CC BY-SA 2.0

Andere Untersuchungen ergeben auch ein gesenktes Darmkrebsrisiko

Erhöhter Kaffeekonsum schützt laut vorangegangener Studien auch gegen Leberzirrhose, die aus erhöhtem Alkoholkonsum resultiert. Die Alkoholsucht allerdings mit Kaffeetrinken zu kompensieren, ist keine gute Idee! Aktuell untersucht Oliver Kennedy mit seinem Team die Auswirkungen erhöhten Kaffeekonsums auf Menschen mit hoher Leberkrebswahrscheinlichkeit, wahrscheinlich lässt sich da einiges abwenden. Andere Untersuchungen haben bereits ergeben, dass Kaffeegenuss auch Darmkrebs verhindern kann.

Quelle: inhabitat.com, aerzteblatt.de

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