Noch immer sind die Agrarsubventionen für den größten Ausgabenblock im Haushalt der Europäischen Union verantwortlich. Kritiker würden das Geld schon seit vielen Jahren lieber für andere Zwecke ausgeben. Bisher scheiterte dies aber vor allem am Widerstand der französischen Regierung. Umweltschützer drängen hingegen darauf, die Gelder zumindest anders zu verteilen. Das meiste Geld soll demnach nicht mehr der Betrieb mit den größten Flächen bekommen. Stattdessen sollen Kriterien des Umwelt-, Klima- und Tierschutz über die Vergabe entscheiden. Tatsächlich ging die Europäische Union zuletzt einige Schritte in diese Richtung. Das Ergebnis wird von Tierschützern und Umweltaktivisten aber für nicht ausreichend gehalten. Die britische Regierung wiederum hatte in Folge des Brexits diesmal nichts mit den Verhandlungen über die EU-Agrarsubventionen zu tun.


Innovation und Nachhaltigkeit stehen zukünftig im Fokus

Stattdessen bestand durch den Austritt die Möglichkeit, ein eigenes Fördersystem zu etablieren. Tatsächlich werden sich die britischen Subventionen zukünftig an den Themen Nachhaltigkeit und Innovation orientieren. Dies kündigte Umweltminister George Eustice an. Demnach sollen Landwirte Geld erhalten, die auf eine nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Flächen setzen, Gebiete aufforsten oder zum Schutz der Artenvielfalt beitragen. Auch neue technologische Ansätze werden gefördert. So gibt es Geld für den Einsatz von Robotern oder für innovative Ansätze bei der Bewässerung. Für die Landwirte ergibt sich somit ein breites Feld an Fördermöglichkeiten. Im Gegenzug werden allerdings die direkten und an die bewirtschaftete Fläche gebundenen Zahlungen bis zum Jahr 2024 halbiert und vier Jahre später dann ganz abgeschafft.


Die britischen Agrarsubventionen sind eher niedrig

Die meisten landwirtschaftlichen Betriebe begrüßen die Umstellung der Förderung grundsätzlich. Sie warnen aber vor einer möglicherweise entstehenden Lücke, wenn die alte Förderung ausläuft und die neuen Unterstützungszahlungen noch nicht genehmigt sind. Insgesamt wird die britische Regierung zukünftig rund 900 Millionen Britische Pfund jährlich an die eigenen Landwirte auszahlen. Verglichen mit den gewaltigen Subventionen in der Europäischen Union ist dies eher wenig. Dies ist allerdings kein neues Phänomen. Denn schon in den 1980er Jahren beklagte die damalige britische Premierministerin Margaret Thatcher, dass ihr Land deutlich mehr Geld nach Brüssel überweise als es zurückerhalte. Der Grund: In Großbritannien gab es schlicht weniger landwirtschaftliche Flächen als in anderen Staaten. Thatcher handelte daher damals sogar einen Beitragsrabatt aus.

Via: RND

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1 Kommentar

  1. Semir

    2. Dezember 2020 at 10:35

    Text und Titel stimmen aus einem Grund überhaupt nicht überein: gem. Text geht es geht nicht um Klimaschutz, sondern um Umwelt- bzw. Naturschutz – was ich auch richtig & gut finde. Klimaschutz ist das letzte um was wir uns kümmern müssen, oder sollen wir uns erst in einigen Jahrzehnten, wenn das Klima dem entspricht was wir Menschen uns wünschen, um die Umwelt beginnen zu kümmern? HEUTE wichtig sind Themen wie Boden-, Wasser und Luftverschmutzung und -vergiftung, Erhalt von fruchtbaren Böden, Biodiversität, Tierschutz. Hier lohnen sich Bemühungen SCHON IN WENIGEN Jahren, wenn nicht schneller. Bemühungen ins Klima hingegen lohnen sich nur langfristig. BEIDES hat aber das gleiche Ziel oder nicht?? Ich denke, alle Energie welche sog. CO2-Gegner aufwenden, wären viel besser investiert wenn es nicht gegen ein natürliches Gas gerichtet wäre sondern zuerst mal in Bemühungen des Umweltschutzes, das hilft schon HEUTE ALLEN Menschen und Tieren, und nicht erst den Menschheit und Tieren in einigen Jahrzehnten…

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