Gleich zwei verschiedene Studien beweisen etwas, das für jeden von uns zur Gefahr wird: Mikrokunststoffe befinden sich leider nicht nur im Boden und im Wasser, sondern auch in den Früchten, die wir tagtäglich konsumieren. Bislang glaubte man, die Partikel seien zu groß, um die vielen physikalischen Barrieren auf dem Weg durch die Wurzeln zu überwinden. Doch das stimmt leider nicht.


Von KanderEigenes Werk, Gemeinfrei, Link

Karotten und Äpfel sind besonders stark betroffen

Pflanzen saugen Wasser aus dem Boden auf, das heutzutage mit hoher Wahrscheinlichkeit winzige Kunststoffpartikel enthält. So weit, so schlecht. Das Gewebe jedoch hält zahlreiche Hindernisse parat, die nicht jeden Stoff einfach so hindurchlassen. Sich darauf zu verlassen, dass der Mikrokunststoff auf dem Weg zu unserem Tellern einfach ausgesiebt wird, wäre eine feine Sache – doch dummerweise ist das eine bloße Illusion. Karotten und Gemüse enthalten von allen Früchten die meisten Kunststoffpartikel, das fanden Wissenschaftler an der Universität Catania in Italien heraus. Der zugehörige Bericht erschien im Magazin Environmental Research, und er fordert dazu auf, die gesundheitlichen Auswirkungen auf den menschlichen Organismus dringend zu überprüfen.

Umweltorganisationen haben Angst um Lebensmittelsicherheit

Aus den Niederlanden erreicht uns eine sehr ähnliche Botschaft, diesmal über die Zeitschrift Nature Sustainability. Hier fanden entsprechende Forschungen an der Universität Leiden statt, unter Federführung von Professor Willie Peijnenburg und seinem chinesischen Kollegen Dr. Lianzhen Li. Die beiden Wissenschaftler entdeckten, dass die Mikropartikel über die Wurzeln in die essbaren Teile von Salat und Weizen eindringen. Sie sehen vor allem Wurzelgemüse wie Rüben, Radieschen und Karotten als regelrechte Magneten für solche Kontaminationen. Verschiedene Umweltorganisationen zeigen sich besorgt über diese Ergebnisse und sehen die Sicherheit unserer Lebensmittel in Gefahr.


Auf der für April 2021 geplanten Plastik Health Konferenz im niederländischen Amsterdam sollen beide Studien zur Sprache kommen. Die Frage, wie wir unser Gemüse und Obst und damit letztlich auch uns selbst besser schützen können, wird sicher noch zahlreiche Forscher rund und den Erdball beschäftigen.

Quelle: gabot.de 

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