Seit 2020 kauften die Hamburger Verkehrsbetriebe nur noch elektrisch betriebene Busse nach. Die Stadt will im Jahr 2040 klimaneutral sein, und das ist ein Beitrag dazu. Nun jedoch stoßen bis zu 150 neue Busse mit Verbrennermotor zur Flotte dazu, die nicht im Stadtgebiet, sondern im Umland zum Einsatz kommen sollen. In den kommenden drei Jahren erfolgt Stück für Stück die Auslieferung. Was steckt dahinter?


In Hamburg kommen 150 neue Verbrenner-Busse zum Einsatz

E-Busse sind mehr als doppelt so teuer

E-Busse sind in der Anschaffung rund zweieinhalb Mal so teuer wie Busse mit Verbrenner. Allerdings sparen sie mit den Jahren laufende Kosten ein und geben keine örtlichen Emissionen ab. Der Hochbahn-Sprecher teilte zur neuesten Entwicklung mit: »Ziel ist die Stärkung der Resilienz-Fähigkeit und der kritischen Infrastruktur, wozu auch die Aufrechterhaltung einer ÖPNV-Versorgung der Bevölkerung in Krisenzeiten gehört.«
Die Elektrifizierung der öffentlichen Hamburger Busflotte solle parallel weiter vorangehen, wozu auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Modernisierung der Betriebshöfe gehören. Aufgrund der hohen Einkaufskosten für E-Busse sei man bei der Hochbahn auf weitere Förderungen angewiesen.

Neue Verbrenner-Busse sollen mit HVO100 fahren

Die Verbrenner-Busse, die nun allmählich in Betrieb gehen werden, sollen mit HVO100 fahre. Die mit Wasserstoff behandelten Pflanzenöle gelten im Vergleich zu Diesel als klimaschonend und umweltfreundlicher. Dafür muss allerdings der Wasserstoff auf »grüne« Weise erzeugt sein – und ist zudem derzeit Mangelware. Letzteres gilt auch für HVO100, denn bislang lassen sich die benötigten Mengen an Altfett kaum organisieren.
Das Unternehmen gehört nicht nur der Stadt Hamburg, sondern auch den fünf angrenzenden Schleswig-Holsteiner Landkreise. Für sie gilt das in Hamburg festgelegte ehrgeizige Klimaziel nicht. Bis 2031 möchten die Hamburger Verkehrsbetriebe neben den Verbrennerbussen weitere 240 E-Busse kaufen, wenn die Bundesmittel dazu bereitstehen. Dann könne sich die Elektrifizierungsquote der Hochbahn bis dahin auf ungefähr 60 Prozent erhöhen.


Quelle: heise.de  

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