Kaum jemand konnte sich im Sommer 2014 der sogenannten Ice-Bucket-Challenge entziehen. Von Lebron James über Bill Gates und Jeff Bezos bis hin zu George Bush – zahlreiche Prominente und noch mehr Normalsterbliche kippten sich einen Eimer mit Eiswasser über den Kopf. Die Idee dahinter: So sollte Aufmerksamkeit für den Kampf gegen die seltene Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) generiert werden. Verbunden waren die Videos oftmals mit einer Spende an die ALS Association. Insgesamt bekam die Hilfsorganisation daher in dem Jahr rund 115 Millionen Dollar von Privatleuten – rund doppelt so viel wie sonst. Nun wurde in einem Artikel des „Chronicle of Philanthropy“ dargelegt, was mit dem Geld passiert ist. Die gute Nachricht: Das Geld wurde nicht verschwendet.


Bild: ALS Ice Bucket Challenge, Global Panorama, Flickr, CC BY-SA 2.0

Zahlreiche Patienten haben von den Geldern profitiert

So existierte lange Jahre eine Warteliste. Auf dieser waren Neuanschaffungen vermerkt, die den Betroffenen das Leben massiv erleichtern könnten, die diese sich aber alleine nicht leisten konnten. Dazu gehörten beispielsweise elektrisch angetriebene Rollstühle oder ein speziell eingerichtetes Badezimmer. Durch die Einnahmen aus der Ice-Bucket-Challenge waren die lokalen Abteilungen der Organisation nun in der Lage, diese Warteliste komplett abzuarbeiten. Der Großteil des Geldes – rund 80 Millionen Dollar – floss allerdings in die Erforschung neuer Medikamente gegen ALS. Auch hier lassen sich bereits erste Erfolge vermelden. So hat die ALS Association verschiedene Forschungsarbeiten finanziert, deren Ergebnisse nun vom staatlichen „Nationale Institute of Health“ weiter verwendet werden.

Zu viel Geld kann auch für Probleme sorgen

Die Behörde hat die Aufgabe, Entdeckungen aus der Grundlagenforschung in Richtung konkreter Medikamente zu lenken. Dennoch brachte die Spendenwelle auch Probleme für die ALS Association mit sich. Denn teilweise fehlten die Ressourcen, um die Mittel auch effizient nutzen zu können. Dies aber kann zu Schwierigkeiten führen. Denn wenn neue Projekte angeschoben und weitere Mitarbeiter eingestellt werden, sind dies dauerhaft laufende Kosten – während die Ice-Bucket-Challenge nur für einen einmaligen Geldsegen sorgte. Langfristig kann dies problematisch werden, weil eine Anschlussfinanzierung gefunden werden muss. Aus Sicht der gemeinnützigen Organisationen ist es daher besser, regelmäßig kleinere Beträge zu spenden. Dennoch lässt sich sagen: Die Ice-Bucket-Challenge hat für viele ALS-Patienten und die Forschung in diesem Bereich viel Gutes bewirkt.


Via: Vox

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