Die Firma Bye Aerospace hat das selbst entwickelte Elektroflugzeug Sun Flyer 2 erstmals tatsächlich fliegen lassen. Dank der integrierten Lithium-Ionen-Akkus kann der Flieger theoretisch bis zu dreieinhalb Stunden in der Luft bleiben. Der allererste Jungfernflug diente allerdings zunächst einmal nur dazu, die grundsätzlichen Fähigkeiten zu demonstrieren. Eine Idee für eine sinnvolle wirtschaftliche Nutzung besteht auch bereits: Mit dem Sun Flyer 2, der lediglich über zwei Sitze verfügt, sollen angehende Piloten kostengünstig unterrichtet werden können. Denn im Betrieb kostet das Elektroflugzeug nur rund drei Dollar pro Stunde. Ähnlich große Flugzeuge mit klassischem Antrieb kosten hingegen rund zehnmal so viel. Natürlich kann der Zweisitzer aber auch von Privatpersonen mit Fluglizenz erworben und genutzt werden.


Foto: Sun Flyer

Die Klimabilanz eines Fluges verbessert sich massiv

Neben den niedrigen Betriebskosten bringt der Sun Flyer 2 noch weitere Vorteile mit sich. So werden während des Fluges keine CO2-Emissionen verursacht. Die exakte Klimabilanz hängt zwar davon ab, wie der genutzte Strom produziert wurde. Generell lässt sich aber sagen: Je höher die Emissionen verursacht werden, desto größer sind die Auswirkungen auf das Klima. Selbst wenn auf der Erde Kohle genutzt wird, um die Batterie mit Energie zu speisen, ist dies also besser als Kerosin am Himmel zu verbrennen. Für die Menschen und Tiere, die in der Nähe eines Flugplatzes wohnen, gibt es zudem eine weitere gute Nachricht: Der Sun Flyer 2 verursacht so gut wie keine Geräusche. Für die Piloten bedeutet dies im Umkehrschluss: Theoretisch können sie rund um die Uhr fliegen, ohne die Anwohner zu stören.

Die Zulassung durch die Behörden steht noch aus

Möglich wird der Flug mit Elektromotor auch, weil extrem leichte Materialien verbaut wurden – in der Regel Kohlenstofffasern. Dadurch liegt das Gesamtgewicht des Fliegers bei gerade einmal 860 Kilogramm. Ein wichtiger Schritt liegt aber noch vor den Entwicklern des Sun Flyer 2: Die Zulassung durch die US-Luftfahrtbehörde FAA. Diese wird sich genau anschauen, wie sicher das neu entwickelte Flugzeug ist und welche Maßnahmen getroffen wurden, um eine unerwartete Entladung der Batterien zu verhindern. Eine gewisse Redundanz ist in jedem Fall gegeben: Das Flugzeug verfügt über insgesamt sechs Lithium-Ionen-Akkus. Parallel zu dem Zulassungsverfahren des Zweisitzers wird zudem bereits an einer größeren Variante gearbeitet: Der Sun Flyer 4 soll immerhin vier Plätze haben.

Via: New Atlas


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