KaleAndMe ist ein junges Startup von den Gründern Annemarie Heyl, Konstantin Timm und David Vinnitski aus Hamburg. Mit ihrem Unternehmen produzieren sie kalt gepresste Säfte aus Obst und Gemüse, das sie direkt aus dem Alten Land bei Hamburg beziehen. Ihre Säfte haben Namen wie „Pamela Pine“ (Apfel, Ananas, Gurke, Zitrone, Minze) oder „Kalvin Kale“ (Apfel, Gurke, Staudensellerie, Zitrone, Grünkohl, Spinat) und werden vor allem über Soziale Netzwerke vermarktet.


Von links: David Vinnitski, Konstantin Timm und Annemarie Heyl Foto: Foto: VOX / Bernd-Michael Maurer
Von links: David Vinnitski, Konstantin Timm und Annemarie Heyl
Foto: Foto: VOX / Bernd-Michael Maurer

Gesunde Säfte für Saftkuren

Die Idee hinter KaleAndMe kam der damaligen BWL-Studentin Annemarie Heyl während eines Auslandssemesters im südafrikanischen Kapstadt. Dort lernte sie auch Konstantin Timm kennen, David Vinnitski kam später ins Boot. Für die Produktion ihrer sechs Säfte holten die drei Gründer sich Hilfe bei der Mosterei Rüter Fruchtsaft in der Lüneburger Heide. Dort werden alle zwei Wochen einen Tag lang Säfte für KaleAndMe produziert – bis zu 15.000 Flaschen pro Tag. Das Besondere an den Säften von KaleAndMe: Statt die Säfte zu erhitzen, um sie haltbar zu machen, werden sie in Franken in einer HPP-Anlage mit einem speziellen Druckverfahren versiegelt. So sind die Säfte zwar nur etwa vier Wochen haltbar, dafür bleiben aber deutlich mehr Vitamine erhalten.

Die sechs verschiedenen Säfte von KaleAndMe eignen sich nicht nur für eine kleine Mahlzeit zwischendurch, sondern sind auch hervorragend für Saftkuren geeignet. Tatsächlich kam die Idee für KaleAndMe von afrikanischen Unternehmen, die Säfte für Saftkuren anbieten und über die Annemarie Heyl in ihrem Auslandssemester stolperte.


Marketing mit Lena Meyer-Landrut

Beim Thema Marketing setzt KaleAndMe massiv auf Online-Kanäle. Die drei Gründer schalten Ads auf Facebook und über Google und sind mit ihren Säften bei Instagram, Twitter, Facebook und Snapchat aktiv. Dabei holen sie sich auch prominente Unterstützung ins Boot. Unter anderem hat die Sängerin Lena Meyer-Landrut bereits über ihre Erfahrungen mit den Säften von KaleAndMe auf Snapchat berichtet. Facebook und Instagram sind für die Gründer die Hauptmarketingkanäle. Zu Beginn konnte sich das junge Startup keine andere Werbung leisten – ohne Instagram und Facebook wäre man heute nicht da, wo man ist, so Annemarie Heyl

Vertrieben werden die Säfte über einen eigenen Online-Shop. Inzwischen kann man sie auch bei insgesamt neu Edekas im Hamburger Umland kaufen.

Finanzmittel kamen auch zu Beginn von einem Investor

Bereits von Anfang an finanzierten die drei Gründer ihr Startup mit Hilfe eines Investors. Für die ersten Produktionen ging die Mosterei Rüter noch in Vorleistung, dann stieg Global Founders Capital, ein Investmentarm von Gründer-Ikone Oliver Samwer, in das Unternehmen ein. Noch macht KaleAndMe mit den Säften keinen Gewinn. Die Marge habe sich aber seit den Anfängen deutlich verbessert. Reich werden wollen die drei Gründer mit ihrem Unternehmen sowieso nicht: „Wenn wir damit reich hätten werden wollen, hätten wir uns ein Geschäftsmodell mit besserer Marge ausgesucht„, so Annemarie Heyl. Ihr Ziel: Irgendwann mit KaleAndMe im Mittelstand anzukommen.

KaleAndMe bei Die Höhle der Löwen

Für die weitere Finanzierung hat KaleAndMe sich bei der Sendung Die Höhle der Löwen auf Vox beworben. Heute Abend ab 20:15 lässt sich in der Sendung verfolgen, wie die Gründer ihren Pitch den fünf Investoren vortragen. KaleAndMe bietet eine Beteiligung von 8 Prozent für 200.000 Euro. Das Geld würde das Unternehmen nutzen, um neue Produkte zu entwickeln und in den Bereich Marketing zu investieren. Außerdem soll die Produktion modernisiert und ausgebaut werden.

Ob die drei Gründer einen der Löwen mit ihrem Unternehmen überzeugen konnten, wird sich heute Abend zeigen.

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