Der Traum vom emissionsfreien Fliegen ist auch bei Google-Gründer Larry Page vorhanden. Aus seinem Privatvermögen finanziert er daher das Startup Kitty Hawk. Das Ziel: Die Entwicklung eines fliegenden Autos. Ursprünglich kündigte das Unternehmen sogar an, bis Ende des Jahres 2017 ein entsprechendes Modell zu präsentieren. Dieser Zeitplan erwies sich als ein bisschen zu ambitioniert. Nun hat das Startup aber immerhin eine Art bemannte Drohne vorgestellt, die per Joystick im Cockpit gesteuert wird. Der Kitty Hawk Flyer soll später einmal bis zu 160 Stundenkilometer schnell fliegen können. Die Reichweite ist allerdings begrenzt: Sie liegt bei rund zwanzig Minuten oder dreißig Kilometern. Aktuell darf das Gerät zudem nur über Wasserflächen geflogen werden, um im Notfall eine Art natürliches Sicherheitsnetz zu haben.


Foto: Kitty Hawk

Als Kunden werden vor allem Großabnehmer ins Visier genommen

Eine Reporterin von CNN hatte nun die Möglichkeit, den Elektroflieger erstmals selbst auszuprobieren. Die Höchstgeschwindigkeit wurde dafür allerdings auf rund 32 Stundenkilometer begrenzt. Auf der Webseite des Unternehmens können zudem bereits Vorbestellungen aufgegeben werden. Denkbar ist etwa, dass die Besitzer von Baderesorts sich den Kitty Hawk Flyer anschaffen, um den Gästen eine besondere Ausflugsmöglichkeit zu bieten. Generell will das Unternehmen zunächst an Firmen ausliefern, die gleich mehrere Modelle bestellen. Reiche Privatpersonen müssen sich hingegen etwas länger gedulden. Über den Preis des Elektrofliegers wurden bisher noch keine Angaben gemacht – was darauf hin deutet, dass dieser nicht gerade niedrig liegen dürfte. Dafür spricht auch die Konzentration auf gewerbliche Abnehmer.

Das Startup steht finanziell auf soliden Füßen

Der Kitty Hawk Flyer ist so etwas wie die Freizeitversion des autonomen Flugtaxis Cora, das der Konzern im März vorstellte. Damit sollen dann sogar Flüge über Land und über eine Strecke von bis zu 100 Kilometern möglich werden. Geplant ist, innerhalb der nächsten drei Jahre eine kommerzielle Version auf den Markt zu bringen. Ob dieser Zeitplan tatsächlich eingehalten werden kann, ist aktuell aber noch nicht seriös zu prognostizieren. Eines dürfte aber klar sein: Das Geld wird dem Startup eher nicht ausgehen. Larry Pages Privatvermögen wird auf 52,9 Milliarden Dollar geschätzt. Damit ist er zwar nicht ganz so reich wie Amazon-Boss Jeff Bezos, aber doch noch einmal deutlich vermögender als Tesla-Gründer Elon Musk. Ob ihm der Kitty Hawk Flyer zusätzliches Geld einbringen wird, bleibt abzuwarten.


Via: Engadget

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