Aktuell steht der Astronaut Eugene Cernan als bisher letzter Mann auf dem Mond in den Geschichtsbüchern. Er verließ den Erdtrabanten mit seiner Crew am 14. Dezember 1972. Anschließend verzichtete die NASA aus Kostengründen auf weitere bemannte Missionen. Inzwischen ist das Interesse am Mond aber wieder stark angestiegen. Ursprünglich plante die US-Weltraumbehörde daher, bis zum Jahr 2028 wieder Menschen auf den Mond zu bringen. Dann allerdings schaltete sich US-Präsident Donald Trump ein und verkürzte den Zeitplan kurzerhand um vier Jahre. Nun hat die NASA eine mögliche bemannte Mission im Detail geplant und auch gleich die dadurch entstehenden Kosten kalkuliert. Diese belaufen sich auf stolze 28 Milliarden Dollar. Ein Großteil davon fließt allerdings in die Entwicklung einer neuen Mondlandefähre – die dann auch bei zukünftigen Missionen genutzt werden könnte.


Mond
Foto: Dino Abatzidis, via Flickr. CC BY-NC-SA 2.0

Der erste unbemannte Flug ist schon nächstes Jahr geplant

Nun ist die Politik am Zug. Diese muss bis Weihnachten die erste Tranche in Höhe von 3,2 Milliarden Dollar bewilligen. Die weiteren Kosten fallen dann im Laufe der nächsten vier Jahre an. Findet sich für die Finanzierung keine Mehrheit innerhalb des Parlaments, würde dies das Ende der neuen bemannten Mondmission bedeuten. Andernfalls orientiert sich die NASA an einem selbst gesetzten Zeitplan. So soll schon im nächsten Jahr eine unbemannte Mission namens Artemis 1 stattfinden. Dabei ist geplant, sämtliche benötigten technischen Komponenten ausführlich unter realen Bedingungen zu testen. Für das Jahr 2023 ist dann Artemis 2 geplant. Im Rahmen dieser Mission werden vier Astronauten den Mond mehrmals umfliegen, aber noch nicht auf ihm landen. Auch hier wird es vor allem darum gehen, die Technik an Bord auf Herz und Nieren zu prüfen.

Erstmals wird der Südpol des Mondes das Ziel sein

2024 könnte dann die eigentliche bemannte Mondmission starten. Im Vergleich zu den bisherigen Mondlandungen wird es dabei drei Neuerungen geben. Zum einen werden die Astronauten nicht direkt auf den Erdtrabanten fliegen. Stattdessen docken sie zunächst auf der geplanten Lunar Orbital Gateway-Plattform an und machen sich von dort aus auf den Weg. Zum anderen wird die Landung diesmal am Südpol des Monds im sogenannten Shackleton-Krater erfolgen. Einen einfachen Flug zu den früher genutzten Landeplätzen schließt die NASA hingegen aus. Und zu guter Letzt soll es eine Premiere geben: Erstmals wird sich eine Frau auf die Reise zum Mond begeben. In den Folgejahren sind dann noch weitere Artemis-Missionen geplant. Teilweise werden dabei auch wieder Astronauten auf den Erdtrabanten gebracht. Teilweise dienen diese aber auch dazu, die Orbital-Plattform weiter auszubauen.


Via: Der Standard

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