Ein Traum für alle E-Auto-Freunde: Eben an die Tanke fahren, in wenigen Sekunden aufladen und zurück auf den Asphalt! Und das mit ein und derselben Batterie nicht nur ein paar tausend Mal, sondern über Hunderttausende Ladezyklen hinweg. Was das estnische Unternehmen Skeleton Technologies nun ankündigt, klingt eher nach Utopie als nach Realität. Und, ja, die Sache hat mal wieder einen Haken – und der liegt diesmal nicht in der Übertragung der Testsituation auf die Realität.


„Auftanken“ in 15 Sekunden: Ein Traum für E-Auto-Fahrer

»SuperBattery« basiert auf neuartigem Kohlenstoffmaterial

Skeleton Technologies hat sich für dieses Projekt mit dem Karlsruher Institut für Technologie zusammengetan. Heraus kam die »SuperBattery«, ein nicht gerade fantasievoller, aber treffender Name. Sie basiert auf einem neuen Material, dem patentierten Curved-Graphen, das offensichtlich für eine bis dato unerreichte Leistungsfähigkeit sorgt. Das Kohlenstoffmaterial wird schon seit längerem in den Ultrakondensatoren der Firma verbaut und hat sich dort bestens bewährt. Es nimmt nicht nur enorm schnell Energie auf, sondern tut das immer und immer wieder: laut Skeleton Technlogies Hunderttausende Male. Dafür ist es notwendig, noch weitere Materialien hinzuzufügen, deren Namen das Unternehmen aber nicht preisgeben möchte. Schnell aufladbare Batterien mit hoher Reichweite machten bisher immer recht schnell schlapp und mussten alsbald gegen neue Akkus ausgetauscht werden. Wird jetzt alles ganz anders?

Leider nein, müssen wir an dieser Stelle sagen. Die neue Batterie eignet sich für den Einbau in Hybrid-Fahrzeuge, sie dient hier als CO2-Reduzierer und Beschleuniger. Denn die Erfindung nimmt nicht nur superschnell Energie auf, sondern gibt diese auch im Eiltempo wieder ab. In reinen Elektroautos aber ist sie nur als Zusatzbatterie zu gebrauchen, um den Haupt-Akku zu schonen und zur Kostenreduzierung. Sie dient dort als eine Art Puffer und senkt die Leistungslast der angekoppelten Lithium-Ionen-Batterie. Als vollwertiger Energieträger jedoch ist die SuperBattery nicht zu gebrauchen, weil sie nur eine Energiedichte von 60 Wh/kg erreicht. Das ist zu wenig, darum kommt sie über die Funktion als ergänzender Stromlieferant nicht hinaus.


Quelle: ingenieur.de

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