Der Weltraum ist, neben der Tiefsee, eine der letzten großen Herausforderungen für den menschlichen Forschungsdrang. Die Menschheit war nicht nur seit Jahrzehnten nicht mehr auf dem Mond, sie hat mit dem Mars auch einen neuen Himmelskörper für Weltraummissionen im Blick. Ein Vertrag, den die NASA mit BWXT Nuclear Energy geschlossen hat, könnte dabei helfen, uns schneller zum Mars zu bringen. Es geht um die Entwicklung eines neuen Antriebssystems.


Bild: NASA

Thermonuklearer Antrieb: Höhere Geschwindigkeit und mehr Nutzlast

Der Vertrag zwischen der amerikanischen Weltraumbehörde und dem Unternehmen aus Lynchburg, Virginia läuft über drei Jahre und ist mit 18,8 Millionen US-Dollar beziffert. Und er hat das Potential, die bemannte Raumfahrt zu revolutionieren.

Ziel des Vertrages ist es, dass BWXT Nuclear Energy die NASA bei der Entwicklung eines thermonuklearen Antriebs unterstützen soll. Das Nuclear Thermal Propulsion (NTP) Projekt ist Teil der Game Changing Developments (GCD) Initiative des Space Technology Mission Directorate der NASA. Ziel der Initiative ist die Entwicklung neuer Technologien, die der NASA neue Herangehensweisen an die Raumfahrt eröffnen sollen.


Laut der NASA hat das Projekt das Potential, einen Antrieb zu entwickeln, der deutlich mehr Vortrieb erzeugt als existierende Antriebssysteme. Angeblich sollte es mit so einem Antriebssystem möglich sein, innerhalb von zwei Monaten zum Mars zu reisen. Aktuelle Raumsonden benötigen für die Reise zum Mars etwa 7 Monate. Sogar der Antrieb des Spaceshuttles müssten sich einem thermonuklearen Antrieb geschlagen geben: Entsprechende Raketen entwickeln etwa doppelt so viel Schub wie es das Spaceshuttle je konnte. Aber nicht nur das, thermonukleare Raketen würden auch die möglichen Nutzlastkapazitäten von Raumfahrzeugen erheblich erhöhen.

Schafft es die NASA doch noch zum Mars?

Die NASA ist seit 1955 mit der Entwicklung eines thermonuklearen Antriebs beschäftigt. Das steigende Interesse an Marsmissionen jedoch hat diesbezüglich für neue Motivation gesorgt. Dies liegt nicht nur an dem Interesse der Öffentlichkeit, sondern auch an den Bemühungen und Plänen privater Unternehmen wie etwa SpaceX.

„As we push out into the solar system, nuclear propulsion may offer the only truly viable technology option to extend human reach to the surface of Mars and to worlds beyond“, so Sonny Mitchel, der Projektmanager für Nuclear Thermal Propulsion am Marshall Space Flight Center der NASA.

Doch trotz der aktuellen Bemühungen steht die Menschheit noch vor einigen Herausforderungen, wenn es um die Reise zum Mars geht. Nicht zuletzt sei darauf hingewiesen, dass die NASA erst kürzlich bekannt gab, den Mars aufgrund von Budgetproblemen nicht aus eigener Kraft erreichen zu können.

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