n Deutschland oder Österreich – der Standort ist noch nicht festgelegt – werden künftig Zellen für Batterien gebaut. Bisher bezieht die BlueSky Energy GmbH aus dem österreichischen Vöcklamarkt sie aus China. Wegen der Risse in den Lieferketten, die jetzt wegen der Corona-Pandemie dramatisch zu Tage treten, verstärkt die Unternehmensführung die Bemühungen, eine regionale Zellfertigung aufzubauen, die schon lange vor der Krise beschlossene Sache war.


Bild: Bluesky Energy

Parallel zur Lithium-Ionen-Batterie entwickelt

Salzwasser-Batterie oder „Greenrock“ nennen die Österreicher ihr Produkt, das vor allem in Europa vertrieben wird. Technisch gesehen handelt es sich um einen Natrium-Ionen Akkumulator. Er wurde parallel zu den heute vorherrschenden Lithium-Ionen-Batterien entwickelt, blieb aber im Bekanntheitsgrad und in der Verbreitung weit zurück. Dabei hat er eine Menge Vorteile. Alle eingesetzten Werkstoffe sind auf der Erde im Überfluss vorhanden und damit billig. Keiner ist giftig, und der Akku kann, anders als sein weitaus berühmterer „Kollege“ weder brennen noch explodieren.

Einziger Nachteil: Die Energiedichte ist nur halb so groß wie die einer Lithium-Ionen-Batterie. Daher ist die Salzwasser-Batterie nur für stationäre Anwendungen geeignet, etwa als Puffer für Solarenergie vom eigenen Dach oder, in weitaus größerer Ausführung, als Speicher für gerade nicht benötigten Ökostrom. Bei Energiemangel kann er dann ins Netz eingekoppelt werden.


Bisher mehrere 100 Batterien installiert

Die Batterie hat eine Kathode aus Manganoxid und eine Anode aus Kohlenstoff-Titan-Phosphor. Der Elektrolyt besteht aus Natriumsulfat, besser bekannt als Glaubersalz, das in Wasser gelöst ist. Der Eketrolyt lässt Ionen mal in die eine, mal in die andere Richtung schlüpfen, je nachdem, ob die Batterie geladen oder entladen wird. Beim Laden wandern die Natrium-Ionen zur Anode und setzen sich dort fest. Beim Entladen fließen sie zur Kathode.

Bluesky Energy mehrere 100 seiner Speicher in Firmen, Schulen und Haushalten in Europa installiert. „Unsere aktuelle Auftragslage ist um ein Vielfaches höher als es unsere Liefermöglichkeiten sind“, sagt Geschäftsführer Helmut Mayer. Bisher sei die Verfügbarkeit von Batteriezellen der „limitierende Faktor“. Das soll sich mit der neuen Fertigungslinie ändern.

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