Aktuellen Medienberichten zufolge plant das Land Nordrhein-Westfalen ein landesweites Fracking-Verbot im Landesentwicklungsplan zu implementieren. Ein Entwurf ist bereits auf den Weg gebracht. Dieser beinhaltet ein Verbot der Gewinnung von Erdgas durch das umstrittene Fracking-Verfahren. Fracking schadet der Umwelt und kann zudem Ursache für kleine Erdbeben sein. Darüber hinaus wird das Grundwasser verunreinigt und das Risiko gesteigert die Menschen und die Umwelt maßgeblich zu beeinträchtigen.


Fracking
Foto: Fracking; Urheber Ostroff Law CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Frackingverbot auf Landesebene ist das Ziel

Die Umweltorganisation BUND begrüßt in einem öffentlichen Statement das geplante Fracking-Verbot in NRW. Es wäre zudem auch sehr begrüßenswert ein bundesweites Untersagen auszusprechen und gesetzlich zu manifestieren. In den USA hat Fracking für den wirtschaftlichen Wiederaufstieg gesorgt. Ein Aufstieg mit großen Konsequenzen. Befürworter sehen im Fracking, die neue Atom-Energie. Umweltschützer halten das Verfahren jedoch für viel zu gefährlich. Auch hierzulande möchte die Industrie und auch die Bundesregierung das Fracking zumindest erproben. Es seien auch in Deutschland durchaus Stellen verfügbar, die sich als geeignet erweisen.

Konkret wird beim Fracking eine mit chemischen Zusätzen versehene Flüssigkeit in bisher kaum nutzbares Gestein gepumpt um im Resultat kleine Risse zu erzeugen. Hierbei kann das im Mutterstein verbliebene Gas einfacher entweichen und somit gefördert werden. Um die Gesteine zu erreichen müssen teilweise mehrere tausend Meter tiefe Bohrungen vorgenommen werden. Das und die Tatsache, dass Wasser mit sehr hohem Druck in das Gestein gepresst wird, macht vielen Menschen Angst. Im April brachte die Bundesregierung daher einen Gesetzentwurf auf den Weg, der das Fracking in Deutschland in weniger als 3000 Meter untersagen soll. Der Entwurf wurde im Mai das letzte Mal kommentiert.


NRW geht mit dem geplanten Frackingverbot mit gutem Vorbild voran. Die Umweltschutzorganisation BUND wünscht sich nun, dass sich auch auf Landesebene gegen ein striktes Verbot weiter stark gemacht wird.

Quelle: dpa

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