Forscher der Oregon State University haben im Rahmen von Studien mit Fischen, Reptilien, Amphibien und auch Flugtieren eine interessante Entdeckung gemacht. Obwohl einige Tierarten nahezu ihr gesamtes Leben in der Sonne verbringen und somit tagtäglich schädlicher UV-Strahlung ausgesetzt sind, können weder Hautschädigungen noch Mutationen festgestellt werden. Die Wissenschaftler haben nun eine Erklärung dafür parat. Die Tiere produzieren ihren eigenen Sonnenschutz.


Pille bietet umfangreichen Schutz vor Sonnenbrand

Bisher nahmen die Wissenschaftler an, dass die Tiere den vor UV-Strahlen schützenden Stoff Gadusol lediglich über die Nahrung aufnehmen. Schließlich verfügen unter anderem Algen über entsprechende Gene, die in der Lage sind Gadusol zu bilden. Neusten Erkenntnissen zufolge, die unter anderem in der Fachzeitschrift eLife niedergeschrieben wurden, sind jedoch auch ausgewählte Tierarten in der Lage Gadusol als körpereigenen Stoff und wirksamen Rundumschutz vor der der UV-B-Strahlung, selbst zu produzieren. Hierfür wird ebenfalls ein spezielles Gen verantwortlich gemacht, welches Menschen und andere Säugetieren nicht besitzen.


Die Forscher nehmen an, dass einige Tiere im Rahmen der Evolution den natürlichen Schutz vor den gefährlichen Sonnenstrahlen von den Grünpflanzen übernommen haben, da dieser ihnen offensichtlich nutzte. Mit der Hilfe von Hefebakterien konnten die Forscher Gadusol nun produzieren. Neben der Verwendung in Sonnencremes, könnte auch eine Art Pille mit dem Wirkstoff kreiert werden. Menschen, die die Pille einnehmen erführen dann einen Rundum-Sonnenschutz. Der Vorteil liegt dabei auf der Hand, die Haut ist zu 100 Prozent abgedeckt und der Sonnenschutz wäscht sich auch nicht ab. Der Nachteil an der Pille gegen Sonnenbrand ist jedoch, dass man während der Wirkungszeit ungebräunt bleibt.

Ironman-Läufer setzen bereits auf eine ähnliche Pille

Seit 2010 schützen sich übrigens Extremsportler, die unter anderem regelmäßig am Ironman teil nehmen, ebenfalls mit der Einnahme einer Pille vor den durch UV-Strahlen ausgelösten Stress im Körper. Dabei kommt Astaxanthin als Wirkstoff zum Schutz der Zellen zum Einsatz. In Pillenform ist Astaxanthin 500 Mal wirksamer als Vitamin E. Der Stoff setzt vorrangig an den molekularen Schädigungsmechanismen an, die während des längeren Aufenthalts in der Sonne entstehen.

Sonnenschutz durch Nahrungsmittel

Praktisch entfaltet auch der Konsum von Lachs, allerdings in recht großen Mengen, einen ähnlichen Effekt wie die Gadusol-Pille. Studien bewiesen zudem, dass auch der Verzehr von drei Tassen grünem Tee am Morgen eine Stunde nach dem Verzehr einen wirksamen und recht lang anhaltenden UV-Schutz bewirkt. Grüntee zählt schließlich mit seinen Polyphenolen zu den Nahrungsmitteln mit hohem antioxidativem Potenzial. Einen ähnlichen Effekt wiesen in Studien auch Heidelbeeren nach.

Mit diesen Erkenntnissen im Hinterkopf, kann am morgigen „Vatertag“ nicht mehr viel schief gehen. Die Kombination aus dem Verzehr von Nahrungsmitteln mit hohem antioxidativem Potenzial und Sonnencreme sollte perfekt vor Sonnenbrand schützen. Somit steht einer ausgedehnten Wanderung in der Sonne nichts mehr im Weg. Bis die Pille gegen den Sonnenbrand jedoch auf den Markt kommt, dürfte noch ein wenig Zeit vergehen. Spannend ist diese Thematik dennoch.

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