Das deutsche Startup Volocopter gehört zu den weltweit führenden Unternehmen in Sachen Flugtaxis. Insgesamt investierten namhafte Firmen wie Daimler, Intel und die Deutsche Bahn sowie weitere bekannte Investoren 122 Millionen Euro in das Unternehmen. Das große Ziel: Es soll eine Drohne entwickelt werden, die Passagiere über Staus hinweg direkt ans Ziel bringen kann. Erste Testflüge wurden bereits erfolgreich absolviert. Bis der Service aber tatsächlich in Deutschland zur Verfügung stehen wird, dürften noch einige Jahre vergehen. Ein anderes Projekt des Startups aus Bruchsal könnte hingegen schneller kommerziell zum Einsatz kommen: Gemeinsam mit der Bahn-Tochter DB Schenker wird eine Drohne für den Transport von Waren entwickelt. Diese könnte schon im Jahr 2023 über alle notwendigen Genehmigungen verfügen und anschließend kommerziell zum Einsatz kommen.


Bild: Volocopter

Es handelt sich um ein Angebot für Firmen

Die sogenannte Volodrone soll über eine Reichweite von vierzig Kilometern verfügen und bis zu 200 Kilogramm an Last transportieren können. Damit ist auch klar: Der Ansatz unterscheidet sich fundamental von Unternehmen wie Amazon. Der Online-Riese arbeitet ebenfalls seit einigen Jahren an Drohnen zum Transport von Paketen. Dabei geht es aber vor allem um die Zustellung auf der letzten Meile. Die bestellten Waren sollen also direkt bis zum Haus des Kunden geflogen werden. Dadurch könnte die Verkehrssituation auf den Straßen deutlich entspannt werden. Volocopter und die Deutsche Bahn haben hingegen deutlich längere Flüge mit mehr Last im Auge. Bedient werden soll damit auch nicht der Endkunde, sondern es handelt sich um ein Angebot für Transporte innerhalb eines Unternehmens oder zwischen zwei Firmen. Auch dadurch werden aber natürlich Transporte auf der Straße vermieden.

Die Steuerung soll für jeden Mitarbeiter erlernbar sein

Firmenchef Florian Reuter ist überzeugt, mit diesem Modell erfolgreich sein zu können: Er schätzt die Geschäftsmöglichkeiten ähnlich groß ein wie beim Personentransport per Drohne. Voraussetzung für einen flächendeckenden Einsatz ist allerdings, dass die Drohne ohne größere Voraussetzungen geflogen werden kann. Denn wenn Unternehmen erst in eine langwierige Ausbildung der Mitarbeiter investieren müssen, hemmt dies in der Regel die Verbreitung eines Produkts. In diesem Punkt gibt Reuter aber Entwarnung. Seinen Plänen zufolge soll jeder Logistik-Mitarbeiter bei Schenker in der Lage sein, die Transportdrohnen sicher zu steuern. Volocopter drückt bei der Entwicklung der Transportdrohne nun aufs Tempo, um den Markt frühzeitig zu besetzen und möglichen Konkurrenten einen Schritt voraus zu sein. Denn mit Airbus und Uber arbeiten weitere finanzstarke Firmen an Neuentwicklungen in Sachen Drohnentransporte.


Via: Handelsblatt

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