Gerade einmal drei Prozent der Deutschen gehen regelmäßig zur Blutspende. Das ist eigentlich zu wenig, um die sichere Versorgung mit Blutkonserven dauerhaft zu sichern. Werbekampagnen versuchen daher immmer wieder neue Leute für eine Spende zu gewinnen. Es ist aber auch von Bedeutung, Leute, die bereits einmal gespendet haben, zu weiteren Spenden zu motivieren. Wer in Deutschland beispielsweise einmal gespendet hat, wird anschließend regelmäßig per Post zu weiteren Blutspendeterminen in seiner Nähe eingeladen. Der schwedische Blutspendedienst hingegen setzt seit einiger Zeit auf eine smartere Form der Erinnerung: Die Spender erhalten eine Dankesnachricht per SMS, wenn Teile ihres gespendeten Bluts genutzt werden.


Bild: Robert Lenne
Bild: Robert Lenne

SMS soll zu weiteren Spenden motivieren

Das Ziel dabei ist klar: Den Spendern soll vermittelt werden, dass ihre Spende von Bedeutung war und damit tatsächlich einem Patienten geholfen werden konnte. Im Idealfall motiviert dies dann zu weiteren Spenden, sobald die vorgeschriebene Wartezeit zwischen zwei Blutabgaben abgelaufen ist. Da die Methode erst seit kurzem zum Einsatz kommt, lässt sich bisher nur schwer abschätzen, ob die Maßnahme tatsächlich zu mehr Blutspenden führt. Sicher ist aber schon einmal, dass die Aktion die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt hat. Zahlreiche Schweden posteten ihre Dankes-SMS in den sozialen Netzwerken und sorgten so dafür, dass Blutspenden dort zum Thema wurden.

Bedeutung der Spende wird verdeutlicht

Dies ist aber nur ein netter Nebeneffekt. „In erster Linie glauben wir daran, dass es dafür sorgt, dass unsere Spender wiederkommen und erneut Spenden“, erklärt Karolina Blom Wiberg, Kommunikationsmanagerin des schwedischen Blutspendedienstes, die eigentliche Idee hinter den Dankes-SMS. Oberstes Ziel aller Werbeaktionen sei es „der Öffentlichkeit und vor allem den Spendern zu vermitteln, wie wichtig ihr Beitrag ist“, so die Sprecherin weiter. Bisher ist nicht bekannt, ob auch deutsche Blutspendedienste über die Einführung eines solchen Systems nachdenken.


Via: Geek.com

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