Im Laufe der Jahre haben einige Tiere als WM-Orakel Berühmtheit erlangt – etwa die Krake Paul. Verschiedene Firmen wollen diese leicht unwissenschaftliche Methode nun aber durch innovative Technologie ersetzen. So hat Goldman Sachs eine künstliche Intelligenz entwickelt, die den Ausgang der anstehenden WM in Russland voraussagen soll. Dazu wurde sie mit zahlreichen Daten gefüttert – angefangen bei den Statistiken der einzelnen Spieler bis hin zu den Ergebnissen der vergangenen WM-Endrunden und Europapokalspiele. Anschließend wurde der Verlauf des Turniers eine Millionen Mal simuliert, um den wahrscheinlichsten Ausgang zu berechnen. Das Ergebnis fiel für Deutschland aber nur teilweise erfolgreich aus: Es wird eine Finalniederlage gegen Brasilien vorausgesagt. Außerdem im Halbfinale: Portugal und Frankreich.


Foto: Granada [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons

2014 wurde ein brasilianischer WM-Titel erwartet

Ein schlechtes Omen muss dies für die Spieler von Bundestrainer Joachim Löw allerdings nicht zwingend sein. Denn vor vier Jahren setzte die KI auf Brasilien als Weltmeister. Das Ende – eine krachende 1:7-Niederlage im Halbfinale gegen Deutschland – dürfte den meisten noch in lebhafter Erinnerung sein. Bei Goldman Sachs betont man daher auch, dass zwar die wissenschaftlich neuesten Methoden verwendet wurden, die Prognose aber trotzdem keine Gewissheit bietet. So schreiben die Analysten: „Die Vorhersagen bleiben sehr unsicher, selbst mit den ausgefeiltesten statistischen Methoden, weil Fußball ein ziemlich unvorhersehbares Spiel ist. Das ist aber natürlich auch genau der Grund, weshalb es so aufregend ist, die WM-Spiele zu schauen.“ Die Vorhersage der künstlichen Intelligenz sollte also niemanden davon abhalten, ab Donnerstag regelmäßig den Fernseher anzuschalten.

EA Sports sieht dieses Jahr Frankreich vorne

Der Spieleentwickler EA Sports wählt hingegen stets einen anderen Ansatz, um den Ausgang von Sportereignissen zu bestimmen: Den Simulationsmodus ihrer eigenen Sportspiele. Auf diese Weise konnte vor vier Jahren tatsächlich der deutsche WM-Triumph korrekt vorhergesagt werden. Das entscheidende Tor im Finale schoss allerdings Mario Götze und nicht – wie vorhergesagt – der eingewechselte Miroslav Klose. Auch beim Super Bowl war das Unternehmen mit dieser Prognosemethose zuletzt recht erfolgreich: Neun der letzten vierzehn Sieger wurden korrekt vorhergesagt. Die WM-Prognose in diesem Jahr geht nicht von einem erneuten deutschen Sieg aus. Stattdessen wird ebenfalls eine Finalniederlage vorhergesagt – in diesem Fall allerdings gegen Frankreich.


Via: Engadget

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