Die kanadische Metropole Vancouver hat sich ambitionierte Ziele in Sachen Müllvermeidung gesetzt. So will die Stadt ab dem Jahr 2040 gar keinen Einweg-Abfall mehr produzieren. Auf dem Weg dahin hat die Stadt eine ganze Reihe an Maßnahmen ergriffen. Einige davon sind bereits altbekannt. So wurden etwa Plastiktüten und Strohhalme weitgehend verboten. Ähnliche Aktionen sind beispielsweise auch in der Europäischen Union geplant. In Vancouver will man nun aber noch einen Schritt weiter gehen. So werden ab dem Jahreswechsel sämtliche Essensverpackungen aus Styropor verboten. Dies gilt sowohl für bestellte Speisen als auch für die Mitnahme von übrig gebliebenem Essen aus Restaurants. Die Stadtverwaltung hat im Gegenzug eine Liste möglicher Alternativen auf ihrer Webseite veröffentlicht.


Kompostierbare Kunststoffe sind keine gute Alternative

Sie ermuntert die betroffenen Betriebe zudem zur Kooperation, um beispielsweise durch einen gemeinsamen Einkauf von nachhaltigen Verpackungen die Kosten zu senken. Außerdem sollen Kunden ermuntert werden, ihre eigenen Mehrweg-Verpackungen mitzubringen. Auf diese Weise sollen die Belastungen durch das Verbot in einem vertretbaren Rahmen gehalten werden. Bürgermeister Kennedy Stewart sprach jedenfalls von einem fairen Ausgleich zwischen notwendigem Handlungsbedarf und den Interessen der Wirtschaft. Dies gilt auch für ein weiteres geplantes Verbot. Ähnlich wie in der US-Stadt San Francisco wird sogenanntes Bio-Plastik verboten. Dabei handelt es sich um grundsätzlich kompostierbare Kunststoffe, die oftmals als ökologische Alternative zur klassischen Plastiktüte beworben werden.


Mehrweg-Lösungen auch für den Einkauf

Inzwischen haben mehrere Studien aber gezeigt, dass die versprochenen Vorteile nur unter Laborbedingungen erreicht werden können. In Deutschland raten viele Entsorgungsunternehmen daher davon ab, die entsprechenden Tüten im Biomüll zu entsorgen. Stattdessen sollen die Produkte in den Restmüll wandern – was aus ökologischer Sicht eher unsinnig ist. Gelangen die Tüten zudem in die freie Natur stellen sie – ebenso wie die klassische Plastiktüte – eine Gefahr für die Tier- und Pflanzenwelt dar. Auch in diesem Punkt setzt Vancouver daher zukünftig auf Mehrweg-Lösungen. Dies können beispielsweise Baumwoll-Tüten für den Einkauf sein oder Obstnetze für den Transport von Äpfeln und Bananen. Die Vertreter der Stadt sind sich sicher, dass sich auch hier praktikable Lösungen finden lassen werden.

Via: Treehugger

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