Vorausgesetzt der Akku des eigenen Elektroautos unterstützt Ladestationen mit einer Leistung von 160 Kilowatt (kW), dann kann das Gefährt ab sofort bei der Aral am Castroper Hellweg in Bochum binnen 6 Minuten wieder auf 100km Reichweite aufgeladen werden. Die neuen Ultraschnellladesäulen sollen in Zukunft auch in Dettelbach, Merklingen, Schkeuditz und Wittenburg zum Einsatz kommen. Da das Antriebsangebot recht breitgefächert ist, sollen jedoch auch 22kW-Lader unterstützen. Der strategische Ausbau der Ladeangebote soll in Zukunft weiter vorangetrieben werden. Schließlich steht und fällt die Chance der Elektromobililät nach wie vor mit einer ausgefeilten Ladeinfrastruktur.


Aral Schnellladestation ermöglicht 160kW Leistung und ist bis auf 360 kW ausbaufähig. Bild@ Aral

So schnell laden wie beim Flüssigkraftstoff ist das Ziel

„Wir können als Marktführer im deutschen Tankstellengeschäft eine ideale Anlaufstelle für Elektroautofahrer sein, vorausgesetzt das Laden geschieht ähnlich schnell wie das Tanken flüssiger Kraftstoffe.“, erklärt Aral Vorstand Patrick Wendele in einem Interview, während der Eröffnung der beiden neuen Ultraschnelllader am 27. Mai in Bochum. Die neuen Ladestationen für Elektroautos sind zunächst gedrosselt. So sollen diese sogar bis zu 360 kW Leistung einmal zur Verfügung stellen können. Dann ist es möglich den E-Flitzer innerhalb von 10-15 Minuten wieder auf 80 Prozent vollzuladen. Die Geschwindigkeit des Ladeprozesses von E-Autos ist ein wichtiger Punkt, der nach wie vor von potentiellen Interessenten noch kritisiert wird. Schließlich sind wir gewohnt, dass der flüssige Kraftstoff recht schnell in den Tank fließt und der Bezahlvorgang in der Regel nicht länger als 2-3 Minuten dauert. In der Summe also knapp 5 Minuten. Schauen wir dann auf die aktuelle Schnelllademöglichkeit der Aral, dann sind 6 Minuten für 100km Reichweite schon nicht übel. Hier ist dann jedoch entscheidend, wie smart man bezahlen kann. Per App und am besten noch in Echtzeit, würden den Gang zur Kasse in die Tankstelle obsolet machen. Und genau das ist der weiterführende Ansatz, beziehungsweise Pluspunkt. Zum Bezahlen des Stromkicks stehen drei Möglichkeiten zur Auswahl. Zum einen kann der Kunde direkt an der Tanksäule im Rahmen des „pay as you go“- Verfahrens mittels QR-Code-Scann per PayPal, Kreditkarte oder Debitkarte zahlen. Zudem besteht auch die Möglichkeit eine Ladekarte eines Anbieters nutzen zu können, sofern dieser über eine Hubject-Anbindung verfügt. Und letztlich können Aral-Flottenkunden von der Aral Fuel & Charge Card Gebrauch machen.

Aral möchte zukünftiges Potential selbst erforschen

Während sich die Aral-Konkurrenz wie Shell beispielsweise dem Joint Venture Ionity anschließt, möchte der Konzern sich selbst ein Bild von der Technik und den Gebrauchsstrukturen verschaffen. Daher werden die Ladepunkte in Eigenregie betrieben. Und das vom Bau der Anlage über den Ladevorgang bis hin zum Bezahlen.


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2 Kommentare

  1. Andreas

    30. Mai 2019 at 17:41

    Bezahlen „pay as you go“- Verfahrens mittels QR-Code-Scann per PayPal, Kreditkarte oder Debitkarte zahlen. Das heißt im Klartext, man kann keinen Strom tanken. Per App auch noch. Toll, dann kann man immernoch nicht tanken. Ladekarte eines Anbieters mit Hubject-Anbindung? Aral Fuel & Charge Card? Das ist doch lächerlich!!

    Was ist denn so schwer daran, Stromtanksäulen auf Barzahlung auszulegen, damit jeder, mit gesetzlichem Zahlungsmittel, für das sowieso Annahmezwang besteht, es also eine Barzahlungsmöglichkeit an jeder Tanksäule geben MUSS, die frei von Identifikationszwang und Spionagemöglichkeit ist, ganz anders als bei Paypal, Kreditkarte, Überweisung, App, Registrierungszwang, bezahlen kann?!

    Ich kaufe kein Elektroauto, weil ich nirgends beim Strom tanken bar zahlen kann.

  2. Alexander Trisko

    31. Mai 2019 at 10:15

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