Die Einführung neuer Technologien zur Stromproduktion läuft oftmals nach einem ähnlichen Schema ab. Zunächst wird die Funktionsweise nur in Labors und im Rahmen wissenschaftlicher Forschung ausprobiert. Anschließend werden erste Anlagen errichtet, die aber bei weitem noch nicht kostendeckend arbeiten und oftmals staatlich subventioniert werden. Doch je öfter die Technologie genutzt wird, je mehr Erfahrungswerte gesammelt werden und je intensiver die Forschungsarbeit wird, desto günstiger wird die Stromproduktion im Laufe der Zeit. Dies war bei der Windkraft der Fall, die sich inzwischen als zuverlässige und preiswerte Form der nachhaltigen Energieversorgung etabliert hat. Auf einem ähnlichen Weg scheint aber auch die Solarenergie zu sein. Weltweit werden jedenfalls immer mehr Solarmodule installiert.


In Europa wurde die 100.000 Megawatt Grenze überschritten

So wurden im vergangenen Jahr insgesamt neue Solarkraftwerke mit einer Kapazität von 76.200 Megawatt in Betrieb genommen – und damit fünfzig Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Europa hat sich allerdings von der Rolle als Wachstumstreiber in diesem Bereich verabschiedet und lediglich 6.700 Megawatt neu installiert. Innerhalb Europas war dabei Großbritannien mit 29 Prozent der neu installierten Kapazitäten am fleißigsten beim Ausbau der Solarenergie. Es folgten Deutschland mit 21 Prozent und Frankreich mit acht Prozent. Immerhin wurde auf diese Weise erstmals die 100.000 Megawatt-Grenze geknackt: Europaweit sind nun Solaranlagen mit einer Gesamtkapazität von 104.000 Megawatt am Netz – was in etwa vier Prozent des gesamten Strombedarfs entspricht. In Deutschland ließ sich zuletzt zudem der eingangs beschriebene Effekt der Kostensenkung beobachten: Der durchschnittliche Preis für Sonnenenergie sank in den letzten eineinhalb Jahren um ein Viertel.


In Asien boomt der Ausbau der Solarenergie am stärksten

Anstelle von Europa waren es hingegen vor allem Asien und die Vereinigten Staaten, die für den Großteil der neuen Solarkapazitäten verantwortlich zeichneten. So entstand rund ein Drittel der neuen Solarkraftwerksleistung auf dem asiatischen Kontinent. Hier hat sich insbesondere China mit Milliardeninvestitionen in die Erneuerbaren Energien hervorgetan. Zukünftig könnte Asien zudem eine noch größere Role übernehmen. Denn auch die reichen Golfstaaten Saudi Arabien und Vereinigte Arabische Emirate hatten zuletzt angekündigt, massiv in den Ausbau der Solarenergie investieren zu wollen.

Via: Solar Power Europe

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