Mehr als fünf Jahre ist es inzwischen her, dass ein verheerendes Erdbeben sowie der nachfolgende Tsunami im Atomkraftwerk Fukushima für den schlimmsten atomaren Unfall seit Tschernobyl im Jahr 1986 verursachte. Und noch heute ist der Betreiber Tokyo Electric Power (TEPCO) mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Nach den optimistischeren Prognosen werden die Arbeiten noch mindestens 40 Jahre lang andauern. Ein US-amerikanischer Designer und eine Robotik-Firma aus Südkorea haben einen mächtigen Roboter entwickelt, der bei den Arbeiten in Fukushima helfen soll. Der Roboter erinnert an die riesigen Mech-Anzüge, die in diversen Science-Fiction-Filmen und Büchern thematisiert werden.


Ein Mech-Anzug wie in SciFi-Filmen

Der etwa 4 Meter große Robotor sieht in etwa aus, als wäre er gerade dem Set von Avatar oder Pacific Rim entnommen worden. Die mit Gelenken ausgestatteten Roboterarme sind menschlichen Armen nachempfunden und bieten ein ähnliches Bewegungsspektrum.


Hinter dem Roboter steht der aus Bulgarien stammende US-amerikanische Designer Vitaly Bulgarov, dessen Arbeiten bereits in aktuellen Filmen aus den Reihen Terminator, Robocop und Transformers vorkamen. Auch in den Computerspielen Starcraft und World of Warcraft sind seine Roboterentwürfe zu finden.

Nun hat Bulgarov sich mit einer Südkoreanischen Robotik-Firma namens Korea Future Technology zusammengetan, die sein Design in einen echten Roboter überführt hat. Der Prototyp wurde auf den Namen Method-1 getauft und ist ein großer Mech-Anzug, der direkt aus einem Computerspiel stammen könnte. Statt aber lediglich optisch wie ein Roboter zu wirken, soll Method-1 tatsächlich praktische Aufgaben übernehmen.

Method-1 soll in Fukushima aufräumen

Der Pilot besteigt ein mit gläsernen Scheiben versehenes Cockpit im Torso des Roboters. Im Cockpit sind zwei Arm-Kontrollen zu finden, die dafür sorgen, dass die Arme von Method-1 genau den Bewegungen der Arme des Piloten folgen.

Außerdem ist der Roboter in der Lage, auf flachen Oberflächen vorwärts und rückwärts zu laufen. Aktuell ist für den Betrieb des Roboters jedoch noch ein Stromkabel für die Zuführung von Energie erforderlich. Was noch schwerer wirkt: Der Roboter muss mit einem Kran unter der Decke beim Laufen unterstützt werden, um dabei nicht umzukippen.

Für die Aufräumarbeiten in Fukushima sollen lediglich der Torso und die Arme des Roboters verwendet werden. Für die Fortbewegung wird der Torso auf eine Plattform mit Rädern montiert. Bulgarov möchte den Roboter jedoch weiterentwickeln, sodass eines Tages auch die Version mit Beinen in der Lage ist, tatsächliche Aufgaben im industriellen Kontext zu übernehmen.

via New Atlas

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