Für deutsche Verhältnisse hat das erste reine Elektroauto von Porsche bereits eine Art Hype ausgelöst. So spricht das Unternehmen inzwischen von einem „Jobmotor“ und musste die vorhandenen Produktionskapazitäten deutlich ausweiten. Auf den Markt kommen wird der Porsche Taycan allerdings erst gegen Ende des Jahres. Auch der Preis ist nicht wirklich günstig: Die Basisvariante wird rund 80.000 Euro kosten. Damit ist klar, dass es sich um eine direkte Konkurrenz zum Tesla Model S handelt. Ähnlich wie die US-Firma scheint daher auch Porsche auf Marketing durch Rekordmeldungen zu setzen. So gab der deutsche Autobauer bekannt, dass der neue Taycan im Zweifelsfall nur für vier Minuten an die Ladestation angeschlossen werden muss. Anschließend liegt die Reichweite immerhin wieder bei rund einhundert Kilometern.


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Bild: Porsche

Der Rekord gelingt nur an wenigen Schnellladestationen

Damit wären gleich zwei Ziele erreicht. Zum einen ist der Taycan damit – den Angaben von Porsche zufolge – das am schnellsten ladende Elektroauto überhaupt. Zum anderen würde der Ladevorgang dann nicht mehr länger dauern als ein durchschnittlicher Tankstopp. Dies gilt als wichtige Zielmarke zur Verbreitung der Elektromobilität, weil sich so das Thema Reichweite gewissermaßen von selbst erledigen würde. Allerdings hat auch Porsche in diesem Punkt noch einen weiten Weg vor sich. So reicht eine Tankladung natürlich deutlich weiter als 100 Kilometer. Hinzu kommt: Die Rekord-Ladung gelingt nur an Gleichstrom-Schnellladestationen, die eine Ladegeschwindigkeit von bis zu 350 Kilowatt ermöglichen. Europaweit will Porsche davon in den nächsten Jahren rund 400 schaffen.

Der Tesla Model S ist der große Konkurrent

Diese Zahl zeigt schon: Im Normalfall dürften also auch die Fahrer des Porsche Taycan eine längere Pause einlegen müssen, wenn ihr Akku alle ist. Immerhin soll die Reichweite bei einer vollständigen Ladung aber für rund 500 Kilometer reichen. Außerdem verfügt der Wagen über mehr als 600 PS und kann innerhalb von 3,5 Sekunden aus dem Stand auf einhundert Stundenkilometer beschleunigen. Bei diesen Werten liegt der deutsche Konzern damit leicht hinter dem Tesla Model S. Allerdings betonen die Porsche-Ingenieure: Die Leistung des Porsche Taycan sei besser reproduzierbar – die Spitzengeschwindigkeit könne also länger aufrecht erhalten werden. Ob dies stimmt, wird sich aber wohl erst zeigen, sobald die ersten Fahrzeuge ausgeliefert worden sind.


Via: Business Insider

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