In Fremont in Kalifornien befindet sich die größte Fabrik des Autobauers Tesla. Die örtliche Polizeibehörde entschied sich vor einiger Zeit, die lokal produzierten Fahrzeuge im regulären Streifendienst zu testen. Für rund 61.000 Dollar schafften die Beamten daher einen Tesla Model S85 an und ersetzten damit einen Dodge Charger, der ohnehin ausgemustert werden sollte. Dies alleine wäre noch keine große Nachricht. Immerhin setzen schon einige Polizeistationen in aller Welt auf Elektroautos. In Fremont kam es nun allerdings zu einem bemerkenswerten Zwischenfall. Denn dort führte der Polizei-Tesla eine Verfolgungsjagd an, als der Fahrer plötzlich über Funk meldete, dass sich seine Batterie dem Ende entgegenneigt. Er musste sich daher zurückfallen lassen und ein Auto mit Verbrennungsmotor setzte die Verfolgung an der Spitze fort.


Auch Luxemburgs Polizei setzt auf Autos von Tesla.

Auch der Benzintank leert sich schon einmal unerwartet

Auf den ersten Blick scheint dies Wasser auf die Mühlen der Kritiker von Elektroautos zu sein. Bei genauerem hinsehen wird allerdings klar, dass es sich um einen Fall menschlichen Versagens handelte. Denn nach der vorangegangenen Schicht war schlicht vergessen worden, den Tesla aufzuladen. Dies aber ist kein Phänomen, das sich alleine auf Elektroautos beschränkt. Vielmehr bestätigte eine Sprecherin der lokalen Polizei: „Das passiert unglücklicherweise von Zeit zu Zeit, selbst bei unseren Autos mit Verbrennungsmotor, wenn diese am Ende der Schicht nicht wieder aufgetankt werden.“ Klar ist aber auch: Ein Tankvorgang lässt sich auch zu Beginn einer Schicht noch schnell nachholen. Für das Laden eines Elektroautos ist es dann aber zu spät. Je mehr Erfahrung Polizisten allerdings mit Elektroautos sammeln, desto seltener sollte es zu solchen Problemen kommen.

Elektroautos können Kosten sparen

Die Verfolgungsjagd konnte trotz der leeren Batterie fortgesetzt werden, blieb letztlich aber ohne Erfolg. Zwar wurde das flüchtende Fahrzeug gefunden, der Tatverdächtige konnte aber entkommen. Die Polizei in Fremont betonte allerdings bereits, dass der Zwischenfall keine Auswirkungen auf die Bewertung der Testphase des Teslas haben werde. Die Beliebtheit der Elektroautos bei Polizeistationen dürfte auch mit den niedrigen Kosten zusammenhängen. So ergaben Berechnungen der Polizei in Bargersville im US-Bundesstaat Indiana, dass durch die Anschaffung von Fahrzeugen des Typs Tesla Model 3 über die gesamte Lebensdauer rund 20.000 Euro pro Fahrzeug eingespart werden können. Dieses Geld soll dort nun genutzt werden, um zusätzliche Polizisten auszubilden und einzustellen.


Via: Electrek

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