Beim Motorradfahren ist nichts wichtiger als gute Sicht, volle Konzentration und die Hände fest am Lenkrad zu halten. Alles drei gerät in Gefahr, sobald grelles Sonnenlicht aufs Visier scheint. Dann heißt es entweder Augen zukneifen und durch – oder am Helm herumfummeln, um den Schalter fürs Innenvisier umzulegen. Ist die Sonne dann wieder weg und es steht womöglich eine Tunnelstrecke an, dann gibt’s wieder was zu tun, um nicht plötzlich durchs Dunkel zu fahren. Jetzt gibt es ein Helmvisier, das in unter einer Sekunde von selbst reagiert. Helmvisier von Irid in Iridium-Blau / Foto: Irid Technology Fummelei am Innenvisier wird überflüssig Sie dunkeln sich automatisch ab und hellen bei Bedarf auch wieder auf – und das ohne Batterien: Die neuen Helmvisiere des italienischen Optik-Forschungsunternehmens Irid machen das Innenvisier überflüssig und sorgen auf sichere Art für blendungsfreies Fahren. Sobald die Sonne auf das flüssigkristallbasierte Visier trifft, dunkelt es sich in weniger als einer Sekunde ab. Schieben sich Wolken für die Sonne oder geht es in einen Tunnel, hellt sich das Sichtfeld wieder auf. Beides ganz von selbst. Die Hände bleiben dort, wo sie hingehören: am Lenkrad. Das photochrome System besteht aus einer Basisscheibe und einer innovativen Spiegelbeschichtung. Andere Technologien dieser Art brauchten bislang bis zu einer Minute, um vollständig zu reagieren; das Irid-Visier erscheint durch seine enorm kurze Reaktionszeit deutlich brauchbarer. Solarpanel sendet den nötigen Stromreiz Oberhalb des Visiers befindet sich ein Solarpanel, das die integrierte Flüssigkeitskristallfolie mit dem nötigen Stromreiz versorgt, um augenblicklich abzudunkeln. Die Innenschicht wirkt zudem gegen das Beschlagen; beide Seiten sind kratzfest. Die Idee stammt zwei Geschwistern, die zunächst Skibrillen upgraden wollten, um bei jeder Lichtsituation beste Sicht zu haben. Danach nahmen sie sich die Helmvisiere vor und arbeitet dafür mit verschiedenen etablierten Marken zusammen. Mittlerweile ist das Produkt über den französischen Helmanbieter Shark zu haben, in Form von Co-Brand-Visieren, die zu bestimmten Helmmodellen wie dem Race-R Pro passen. Der Käufer hat die Wahl zwischen dunkel, klar und Iridium-Blau. Allein das Visier kostet rund 390 Euro, dazu kommen noch einmal mehrere hundert Euro für einen hochwertigen, sicheren Helm. Es könnte die Sache wert sein. Quelle: newatlas.com Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende. Facebook Facebook Twitter Twitter WhatsApp WhatsApp Email E-Mail Newsletter