Extremwetter wie die derzeitige Dürre in Deutschland oder Starkregen bedrohen die Landwirtschaft. Zumindest bei Regenmangel kann künftig heliopas.ai helfen, ein Jungunternehmen, das aus dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hervorgegangen ist. Es analysiert tagesaktuelle Satellitenbilder mit Hilfe von künstlicher Intelligenz und kombiniert sie mit den regionalen Wetterdaten. So lässt sich der Wasserbedarf der Felder ermitteln. Der Landwirt erhält diese Informationen, die ihm sagen, wo er bewässern muss und wo noch genügend Wasser im Boden steckt. So kann er nicht nur Kosten sparen, sondern auch der Umwelt helfen. Der Landwirt benötigt lediglich die App „WaterFox“, die er auf sein Smartphone lädt. Außerdem muss er die Lage seiner Felder eingeben.


Montage: Dominic Hohlbaum

Extremwetter sind ein weltweites Problem

„Leider sind Extremwetter kein regionales Problem“, sagt Ingmar Wolff. der Gründer des Unternehmens. Es werde weltweit zunehmend Dürren und Starkregen geben. „Wir nutzen Künstliche Intelligenz, um sehr genau zu verstehen, was eigentlich auf dem Feld passiert, wie es den Pflanzen geht und wo Probleme entstehen. Diese Erkenntnisse verwenden wir, um Empfehlungen auf das Smartphone des Landwirts zu bringen, damit er optimal reagieren kann“, so Wolff. Um den Service nutzen zu können benötigen die Landwirte keinerlei Zusatzgeräte oder Sensoren.

Bewässerung nur da wo es nötig ist

„Dank der einfachen und klaren Empfehlungen bewässert der Landwirt dann nur noch, wo es tatsächlich notwendig ist“, sagt Wolff. „So spart er Wasser und Aufwand bei Planung und Koordination seiner Saisonarbeiter.“ Interessenten können das System einen Monat lang kostenlos testen. Dann wird pro Hektar abgerechnet. Die Einführungspreise liegen bei Null Euro für Flächen, die kleiner sind als zwei Hektar. Bei drei bis 20 Hektar sind 5 Euro pro Hektar und Jahr fällig, bei größeren Ackerflächen neun Euro pro Hektar.


Zukünftig, so Wolffs Versprechen, werde es neben Empfehlungen zur Bewässerung auch Empfehlungen zur punktgenauen Düngung und einem wohldosierten Pflanzenschutz geben. Landwirte steigerten so ihren Ertrag, produzierten gesündere Nahrung und schonten die Umwelt.

via KIT

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