Eben den Stift vom Boden aufheben? Geht nicht. Oder die Tasse zum Mund führen? Nicht dran zu denken! Auch Gaming am PC ist für vollständig Gelähmte nicht möglich – für gesunde Menschen erscheint die Situation unvorstellbar. Wohin mit dem Drang, Dinge selbst zu machen? Oder zumindest auf irgendeine aktive Weise der Langeweile zu entkommen? Wenn Heilung nicht möglich ist, dann käme nur eine Möglichkeit infrage, wieder mehr am Leben teilzunehmen: Die Außenwelt per Gedankenkraft zu steuern. Neuralink Mehr Selbständigkeit und aktive Bekämpfung von Langeweile Neuralink ist ein Chipsystem, das Menschen mit Behinderungen zu einem selbstbestimmteren Leben verhelfen soll. Es handelt sich um Implantate fürs Gehirn, die Nervenströme messen und beeinflussen können. Je nachdem, an welcher Stelle der Chip sitzt, kann der Träger verschiedene Fähigkeiten erhalten, zum Beispiel einen Roboter oder einen Computer mit Gedankenkraft zu bedienen. Im Netz tauchte beispielsweise bereits ein Video von einem Gelähmten auf, der mithilfe eines von ihm bedienten Roboterarms wieder selbständig aus einer Tasse trinken kann. Aber auch der Spaßfaktor kommt bei den Anwendungsmöglichkeiten offensichtlich nicht zu kurz. Erst steuert er den Mauszeiger, dann ein ganzes Spiel Jon L. Noble hat den sogenannten N1-Chip von Neuralink erhalten. Der Brite schilderte nun in einem Posting auf X seine bisherigen Erfahrungen. Die OP unter Vollnarkose empfand er als unkompliziert, die Narben am Kopf seien bereits nach einer Woche verblasst – da sei er längst wieder zu Hause gewesen. Zwei Wochen nach der Operation koppelte Noble zum ersten Mal seinen Chip ans MacBook und begann, den Mauszeiger mit seinem Implantat zu steuern. Was das für ein Gefühl das war, ist für Außenstehende nicht auszumalen! Dann, rund drei Monate nach dem großen Tag, entdeckte der gelähmte Mann das Computerspiel World of Warcraft für sich. »Es war einfach magisch«, zeigt sich Noble begeistert. 1.024 einzelne Elektroden befinden sich an dem Chip, den ein Robotersystem durch winzige Einschnitte im Gehirn platziert. Erst seit August 2025 ist das in Großbritannien überhaupt erst erlaubt. Die betreffenden Patienten sollten sich über die Unternehmenswebseite für das Projekt geworden haben. Quelle: futurezone.at Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende. Facebook Facebook Twitter Twitter WhatsApp WhatsApp Email E-Mail Newsletter