Tumore mögen kein Ethanol, ihre Zellen sterben bei direkter Berührung mit dieser Flüssigkeit ab. Doch bislang gab es nur wenig Möglichkeiten, Krebspatienten mit Ethanol-Injektionen zu behandeln, da auch das gesunde umgebende Gewebe den reinen Alkohol nicht verträgt. Forscher an der Duke University in North Carolina haben auf diesem Gebiet nun einen Durchbruch erzielt.


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Foto: Spritze CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Die Forscher setzten ein Ethanol-Gel zur Injektion an

Ethanol direkt in Tumore zu injizieren galt schon seit längerem als effektive Möglichkeit, die gefährlichen Wucherungen zu reduzieren oder sie sogar vollkommen aufzulösen. Doch diese Methode ist ausschließlich an Tumoren anwendbar, die sich im Gewebe verkapselt haben, sodass der Alkohol sich nicht in der Umgebung verbreiten kann. Leider ist genau das nur selten der Fall, und darum wird auf andere Therapieverfahren zurückgegriffen, die an den Kräften des Patienten zehren. Die besagten Wissenschaftler vermengten das Ethanol nun mit Ethylzellulose, die nach der Injektion ein Gel bildet. So verlässt die Substanz den Tumor nicht und konzentriert sich ganz auf die Vernichtung der Krebszellen.

Sieben von sieben Hamster wurden komplett geheilt

Das Forscherteam studierte die Wirkung des neuen Mittels an Hamstern mit Wangenkrebs. Die tierische Kontrollgruppe erhielt reine Ethanol-Injektionen direkt in den Tumor; dabei waren große Mengen nötig, um überhaupt etwas zu erreichen. Nach acht Tagen waren immerhin 4 von 12 Wucherungen verschwunden. Bei der zweiten Gruppe stellte sich ein durchschlagender Erfolg ein: Sie erhielt das Ethanol-Gel, dabei wurden sieben von sieben Hamstern komplett geheilt. Eventuell könnten die Injektionen also teure und aufwändige, stark invasive Operationen ersetzen!


Noch ist einige Forschung nötig, um das Verfahren hieb- und stichfest zu prüfen und sicherzustellen, dass es keine Schäden anrichtet. Auch handelte es sich in der Studie nur um eine sehr kleine Gruppe, eventuell hat das Zufallsprinzip also eine nicht zu vernachlässigende Rolle gespielt. Doch die Resultate wecken immerhin Hoffnung für die Zukunft!

Quelle: newatlas.com

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