Schon wieder so eine Kopfnuss, die nicht zu lösen ist! Es bringt rein gar nichts, das Problem immer wieder hin- und herzuwälzen, denn dann landest du jedes Mal doch in derselben Sackgasse. Jetzt ins Bett gehen, im Vertrauen, dass dir morgen schon die Lösung zufällt? Einfach mal eine Nacht über etwas zu schlafen, macht tatsächlich Sinn. Und Forscher wissen jetzt auch, warum.


Eine Nacht drüber schlafen – und alle Probleme sind gelöst?

Findet nachts eine Restrukturierung im Gehirn statt?

Im Forscherteam von Penny Lewis an der Cardiff University drehte sich in letzter Zeit alles um das Thema Schlaf. Die Frage lautete: Findet im Gehirn über Nacht eine Art Restrukturierung statt, die uns dabei hilft, Probleme aus einer anderen Sicht zu sehen? Vielleicht sogar so, dass es einfacher wird, sie zu lösen? Und falls ja: Ist es der REM-Schlaf, auch Traumschlaf genannt, oder eher der geruhsame Non-REM-Schlaf, der uns im Alltag auf praktische Weise weiterhilft?

Traumschlaf und Non-REM-Schlaf spielen sich den Ball zu

Schon in vorherigen Studien wurde klar, dass der Cortex während des Non-REM-Schlafs immer wieder im Hippocampus gespeicherte Erinnerungen rezitiert. Wahrscheinlich steuert der Hippocampus diesen Prozess gezielt und ruft vor allem Dinge auf, die thematisch zueinander passen. Der Schlafende erkennt auf diese Weise übereinstimmende Schemata und Strukturen. Im Traumschlaf koppeln sich Hippocampus und Cortex wieder voneinander los und der Cortex kombiniert die Erinnerungen neu. Sogenannte PGO-Wellen treten jetzt besonders häufig auf, sie aktivieren bestimmte Zonen der Hirnrinde in vermutlich zufälliger Abfolge. Allerdings tauchen Ereignisse, die uns besonders wichtig erscheinen, in dieser Schlafphase auffällig häufig in Form von Träumen auf. Jetzt ist es für den Schlafenden an der Zeit, auf neue Verbindungen zu stoßen und die Dinge in anderen Zusammenhängen zu sehen.


Die Schubladen werden neu sortiert. Es entstehen kreative Sprünge, die notwendig sind, um komplexe Probleme zu lösen. Beide Schlafformen in Kombination führen uns also zum Ziel – und sorgen hoffentlich dafür, dass wir am nächsten Morgen mit einem »Heureka!« erwachen.

Quelle: wissenschaft.de 

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