Bei den häufigsten Todesursachen denken wir meist an Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zu den gefährlichsten Krankheiten gehören aber auch Infektionen der unteren Atemwege, dabei ganz prominent die Lungenentzündung. Ja älter der Mensch, desto häufiger stirbt er genau daran. Forscher von der University of Reading und der University auf Oxford untersuchten genauer, ob ein gesunder Vitamin-D-Spiegel eine nützliche Vorbeugung ist. Und, siehe da! Tatsächlich zeigten die Daten deutlich weniger Krankenhauseinweisungen aufgrund solcher Atemwegsinfektionen, wenn das Vitamin D im Körper stimmte. Vitamin D, das Sonnenvitamin Krankenhauseinweisungsrate sinkt um ein Drittel! Die Wissenschaftler sahen sich Daten aus der UK Biobank an, einem riesigen Speicher von Gesundheitsinformationen, der seit 2006 von einer halben Million Freiwilliger gesammelt wird. Sie isolierten 36.258 Teilnehmer daraus und stellten fest, dass Menschen mit schwerem Vitamin-D-Mangel um ein Drittel wahrscheinlicher mit einer Atemwegsinfektion ins Krankenhaus kommen als Personen mit normalen Werten. Der Normalwert liegt bei 75 nmol/L oder höher, der schwere Mangel beginnt ab 15 nmol/L abwärts. Außerdem sinkt die Krankenhausweinweisungsrate mit jedem Anstieg um 10 nmol/L an Vitamin D um 4 %. Eine kontrollierte Einnahme des »Sonnenvitamins« vor allem in den Wintermonaten kann also das Risiko deutlich senken – natürlich immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt. Die Doktorandin Abi Bournot von der University of Surrey sagt dazu: »Die Ergänzung mit dem Vitamin, insbesondere in den Wintermonaten, wenn unsere Sonnenexposition begrenzt ist, ist eine effektive Methode, um den Vitamin-D-Spiegel zu erhöhen und das Risiko schwerer Atemwegsinfektionen zu senken. Das ist besonders wichtig für ältere Menschen, die ein höheres Risiko haben, an solchen Infektionen zu sterben, und für ethnische Minderheiten in Großbritannien, die ein höheres Risiko für Vitamin-D-Mangel aufweisen.« Vitamin D kann auch gegen weitere Erkrankungen helfen Vitamin-D-Mangel wird weiterhin mit verschiedenen weiteren Erkrankungsrisiken in Verbindung gebracht. Zum Beispiel schwächt das Vitamindefizit Zähne, Knochen und Muskeln, weil es die Aufnahme von Kalzium behindert. Außerdem können Menschen mit Mangelerscheinungen häufiger an Demenz oder Darmkrebs erkranken. Der Hausarzt kann den Vitamin-D-Spiegel bestimmen und entsprechende Empfehlungen aussprechen. Quelle: newatlas.com Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende. Facebook Facebook Twitter Twitter WhatsApp WhatsApp Email E-Mail Newsletter
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