Solaranlagen sind in den letzten Jahren immer preiswerter geworden. Dennoch gibt es in Deutschland noch Millionen Hausbesitzer ohne entsprechende Anlage auf dem Dach. Ändern möchte dies Mario Kohle mit seinem Startup Enpal. Die Idee der Firma: Statt die Solaranlagen zu verkaufen, werden diese von den Kunden geleast. Die dahinter stehende Idee stammt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten. Dort ist es üblich, dass die Solaranlage auf dem eigenen Dach lediglich geleast ist. Hierzulande konnte sich das Konzept bisher aber nicht durchsetzen. Dies wird von Experten auch auf die unterschiedliche Mentalität zurückgeführt. Während das Leasing in den Vereinigten Staaten auch bei anderen Produkten weit verbreitet ist, setzen deutsche Kunden in der Regel lieber auf eigenen Besitz.


Die Vorteile: Keine hohen Anfangsinvestitionen und wenig Aufwand

Enpal will sich davon allerdings nicht entmutigen lassen. Die Firma setzt stattdessen vor allem auf zwei Kundengruppen. Zum einen auf Menschen, die sich die hohen Anschaffungskosten für die Solaranlagen nicht leisten können oder wollen. Zum anderen aber auch Kunden, die möglichst wenig Zeit in das Projekt investieren wollen. Denn das Startup verspricht, dass jeder schon online einsehen kann, wie hoch die monatliche Leasing-Gebühr ausfallen wird. Nach Vertragsabschluss kümmert sich Enpal dann sowohl um die anfallende Bürokratie als auch um Installation, Betrieb und Wartung der Anlage. Letztlich kann so jeder ohne großen Aufwand und ohne hohe Investition zu einer Solaranlage auf dem eigenen Dach kommen. Nach zwanzig Jahren geht diese zudem gegen einen kleinen Obolus in den Besitz des Kunden über.


Das Startup hat große Ziele

In Zukunft soll das Geschäftsmodell zudem noch ausgeweitet werden. Dann möchte das Startup auch Energiespeicher und regenerative Wärmelösungen vermieten. Das große Ziel: In zwanzig Jahren will man die größte paneuropäische Energiefirma sein. Auf dem Weg dorthin erhält Gründer Mario Kohle Unterstützung von zwei bekannten Größen der Startup-Szene. So haben unter anderem Rocket-Internet-Mitgründer Alexander Samwer und Seriengründer Lukasz Gadowski in das Unternehmen investiert. Insgesamt sind schon mehrere Millionen Euro in das Unternehmen geflossen. Ganz risikolos ist dieses Investment allerdings nicht. Denn sollte sich das Leasing von Solaranlagen tatsächlich auch in Deutschland verbreiten, könnten schon bald auch die großen Energiekonzerne in das Geschäft einsteigen.

Via: Enpal

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