Pflanzenbasierte Fleischalternativen sind im Moment stark im Trend. Besonders hervorgetan haben sich diesbezüglich die beiden Unternehmen Impossible Foods und Beyond Meat mit ihren vegetarischen Burgeralternativen, die geschmacklich kaum von echtem Fleisch zu unterscheiden sein sollen. Ein zusätzlicher Bonus für die beiden aufstrebenden Startups: Wer „pflanzenbasiert“ hört, der assoziiert das automatisch auch mit „gesund“. Aber trifft das auch wirklich zu?


Impossible Foods
Der Fleischersatz von Impossible Foods ist durchaus erfolgreich.

Der Markt boomt

Die industrielle, auf Massenproduktion ausgelegte Fleischproduktion hat einen globalen Klimagas-Fußabdruck, der den des Transportsektor in den Schatten stellt. Kein Wunder also, dass immer mehr Menschen sich nach Alternativen umsehen. Ein Trend, den auch die Industrie erkannt hat. Während klassische vegetarische oder vegane Fleischersatzprodukte ihren pflanzlichen Ursprung kaum verbergen können, haben sich Startups wie Beyond Meat oder Impossible Foods dem Versuch verschrieben, pflanzenbasierte Nahrung zu erschaffen, die möglichst dicht an echtem Fleisch ist.

Und damit stoßen die beiden Unternehmen in eine wirtschaftliche Goldgrube: Der Markt für pflanzenbasierte Fleischalternativen boomt. In den USA wuchs der Markt in den letzten zwei Jahren um 37 Prozent, und ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht. Pflanzenbasierte Nahrungsmittel erzielten in den Vereinigten Staaten im letzten Jahr einen Umsatz von 4,5 Milliarden US-Dollar.


Bedenken hinsichtlich der Inhaltsstoffe

Bei der Frage, ob diese pflanzenbasierten Fleischalternativen gesund sind, scheiden sich indes die Geister. So geriet Impossible Foods 2018 beispielsweise ins Fadenkreuz der amerikanischen Regulierungsbhehörde FDA (Foods and Drugs Administration), die Bedenken ob des Proteins äußerte, das den Burgern des Unternehmens die Illusion von Fleischgeschmack und -textur verleiht. Dafür nutzt das Unternehmen ein Protein namens Leghämoglobin, das aus genetisch modifizierten Hefezellen gewonnen wird.

Beyond Meat indes nutzt Rote Beete und Erbsenprotein, also ein verarbeitetes Nahrungsmittelprodukt. Hier stoßen wir auf einen weiteren Kritikpunkt an den Produkten von Beyond Meat und Impossible Foods: Beide verwenden für die Herstellung verarbeitete Nahrungsmittelprodukte, von denen es heißt, man solle sie in Maßen genießen.

Außerdem verwenden beide Pflanzen-Burger Kokosnussöl, das in den letzten Jahren auch vermehrt unter Kritik geriet. Beide Burger sind zudem sehr salzhaltig.

Hinzu kommt, dass keines der beiden Unternehmen bisher bereit war, den genauen Herstellungsprozess der Produkte zu enthüllen. Das ist verständlich, macht die gesundheitliche Beurteilung der Fleischersatz-Burger indes schwierig.

Genaue Aussagen sind schwierig

Verglichen mit einem gewöhnlichen Rindfleischburger haben sowohl die Burger von Beyond Meat als auch die von Impossible Foods weniger Kalorien, einen geringeren Fettanteil und etwa die gleiche Menge Protein. Die beiden Pflanzen-Burger kommen ohne Cholesterin aus und haben einen höheren Ballaststoffanteil als herkömmliche Burger.

Dennoch ist es bisher schwierig, eine genaue Aussage über den gesundheitlichen Aspekt der beiden Trend-Burger zu treffen. Fest steht indes, dass jeder, der sich von einer auf industrielles Fleisch basierten Ernährung hin zu einer pflanzenbasierten Ernährung wendet, etwas Gutes für die Umwelt tut. Der Effekt wäre natürlich umso größer, je mehr industrielle Produkte allgemein von der Speisekarte verschwinden.

via Inhabitat

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1 Kommentar

  1. Martin

    1. August 2019 at 15:02

    Ein Burger bleibt ein Burger => Fast Food. Mehr muss zum Thema gesund nicht gesagt werden.
    Ethischer ist der Burger. Gesund sicher nicht.

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