Die Elektrifizierung des Straßenverkehrs ist aktuell ein großes Thema im Automobilsektor. Daneben gibt es aber noch zwei weitere wichtige Trends: Autonom fahrende Fahrzeuge und neue Formen der geteilten Mobilität. Mit einer neuen Fabrik will sich Mercedes nun auf das sich verändernde Marktumfeld einstellen. In Sindelfingen wurde daher nun der Grundstein für die sogenannte Factory 56 gelegt – eines der größten Investitionsprojekte in ganz Deutschland. Das Projekt ist somit auch ein eindeutiges Bekenntnis zum Standort Deutschland.


Diese drei Vorteile bringt die neue Fabrik mit sich:

1. Die Produktionsstätte wurde vollständig digital geplant.


Auch wenn die einzelnen Teile noch immer von Mitarbeitern zusammengeschraubt werden, spielt moderne Technik eine entscheidende Rolle. So sollen die Arbeiter beispielsweise von Smartwatches und Augmented Reality unterstützt werden. Fahrten mit dem Gabelstapler sollen hingegen der Vergangenheit angehören.

2. Die Fabrik ist vollständig flexibel.

Zukünftig werden in Sindelfingen keineswegs nur Robotaxis vom Band laufen. Stattdessen können die Anlagen auch problemlos genutzt werden, um die Elektrofahrzeuge der neuen Marke EQ oder klassische Mercedes-Autos mit Verbrennungsmotor zu produzieren. Auf diese Weise kann das Unternehmen stets blitzschnell auf die aktuelle Nachfrage reagieren.

3. Der Klimaschutz spielt eine wichtige Rolle.

Durch eine Vielzahl an Maßnahmen ist es gelungen, den CO2-Ausstoß gegenüber der klassischen S-Klasse-Produktion um drei Viertel zu senken. Damit einher geht aber natürlich auch ein anderer Aspekt: Der niedrige Stromverbrauch bringt selbstverständlich auch eine nicht unerhebliche Kostenreduzierung mit sich.

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Zuletzt aktualisiert am 20.08.2018

Robotaxis sollen für neue Formen der individuellen Mobilität sorgen

Insgesamt möchte Mercedes in den Jahren 2015 bis 2020 2,1 Milliarden Euro in das „Zukunftsbild 2020“ investieren – ein Großteil davon in Sindelfingen in die Fabrik der Zukunft. Nach der Fertigstellung, die für den Anfang des nächsten Jahrzehnts geplant ist, sollen in der Factory 56 dann 1.000 Menschen arbeiten. Eng verbunden mit dem Bau der Fabrik sind auch die Ambitionen von Mercedes im Bereich der Robotaxis. Diese sollen ohne Fahrer auskommen und über verschiedene Internet-Plattformen gebucht werden können. Entwickelt werden die Fahrzeuge in Zusammenarbeit mit dem Zulieferer Bosch. Bereits in wenigen Wochen sollen die ersten Modelle im realen Straßenverkehr getestet werden. Parallel dazu wird bereits daran gearbeitet, die neuen technischen Möglichkeiten in ein konkretes Geschäftsmodell einzubetten. Die Konkurrenz ist allerdings riesig und reicht von Google bis zu Uber.

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