Vor rund fünf Jahren kam es im Atomkraftwerk von Fukushima zur Katastrophe. Damals wurde nicht nur das Gebiet rund um den Atommeiler radioaktiv verseucht, sondern es flossen auch große Mengen an Wasser unkontrolliert in den Pazifik. Die dabei freigesetzte Radioaktivität verteilte sich dann im ganzen Ozean und ließ sich in Restbeständen sogar vor der Küste Nordamerikas nachweisen. Unmittelbar vor der Küste Fukushimas waren die Werte dabei mehr als zehn Millionen mal so hoch wie gewöhnlich. Inzwischen scheint sich die Situation dort aber wieder etwas entspannt zu haben. Zu diesem Ergebnis kamen jedenfalls Experten des Scientific Committee on Oceanic Research, die dazu Daten von insgesamt zwanzig Einzelstudien auswerteten.


By Digital Globe [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
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Der Hafen und der Meeresboden sind weiterhin stark belastet

„Ein Beispiel: Im Jahr 2011 enthielten rund die Hälfte der Fische vor der Küste Fukushimas ein zu hohes Level an Radioaktivität“, erläutert Pere Masque, Co-Autor der im Annual Review of Marine Science veröffentlichten Studie. „Im Jahr 2015 wiederum war dieser Wert bereits auf unter ein Prozent gesunken.“ Zwei Probleme gibt es allerdings noch: Der Meeresboden vor der Küste und der Hafen von Fukushima sind noch immer hochgradig kontaminiert. Masque betont daher, dass die Situation vor Ort dringend auch weiterhin regelmäßig untersucht werden muss. Zumindest scheint der Ozean das Unglück aber einigermaßen unbeschadet überstehen zu können.

Die japanische Regierung setzt auf schnelle Aufräumarbeiten

Für die japanische Regierung haben die Aufräumarbeiten und Wiederherstellungsmaßnahmen rund um Fukushima dabei eine extrem hohe Priorität. Denn Japan besitzt nur wenige natürliche Ressourcen und setzte daher lange Zeit vergleichsweise stark auf die Atomkraft. Im Anschluß an die Katastrophe von Fukushima mussten die meisten Kernkraftwerke des Landes allerdings vom Netz genommen werden – und wurden zumeist durch teure Importe fossiler Energieträger ersetzt. Die Regierung ist nun allerdings bemüht, einzelne Kernkraftwerke wieder ans Netz zu bringen – und benötigt daher gute Nachrichten aus Fukushima. Gute Nachrichten sind dabei allerdings relativ: So gehen selbst optimistische Schätzungen davon aus, dass die Aufräumarbeiten noch mindestens vierzig Jahre dauern werden.


Via: DigitalJournal

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