Die meisten Elektroautos fahren mit Lithium-Ionen-Batterien. Wie der Name es schon andeutet, wird dafür vergleichsweise viel Lithium benötigt. Weil Akkus aber auch in anderen Bereichen immer öfter zum Einsatz kommen, hat die Nachfrage nach dem Rohstoff stark angezogen. Dies hat weltweit sehr unterschiedliche Auswirkungen: Während Bolivien hofft, durch den Abbau von Lithium-Vorkommen der Armut zu entkommen, sorgt sich die deutsche Industrie vor einer Rohstoffknappheit und damit einhergehenden Preissteigerungen. Letzteres scheint auch Elon Musk und seine Firma Tesla zu beschäftigen. Das Unternehmen steht daher seit einiger Zeit in Verhandlungen mit SQM, dem größten Lithium-Produzenten Chiles. Ziel der Gespräche ist es, dauerhaft für ausreichend Nachschub des Rohstoffes zu sorgen.


Auch der neue Tesla Model 3 dürfte für eine stärkere Nachfrage nach Lithium sorgen. Foto: Elon Musk

Tesla muss sich zukünftig verstärkt um den Nachschub des Rohstoffs kümmern

Dass Tesla sich des Themas nun verstärkt annimmt, hat vor allem zwei Gründe. Zum einen wurde inzwischen die Gigafactory 1 in Nevada in Betrieb genommen. Zukünftig werden die Batterien für die Tesla-Fahrzeuge also nicht mehr ausschließlich in den Anlagen des Partners Panasonic produziert. Damit einher geht aber natürlich auch die Verpflichtung, sich verstärkt selbst um die Lieferung der benötigten Rohstoffe zu kümmern. Hinzu kommt, dass mit dem neuen Tesla Model 3 die Stückzahlen der Tesla-Produktion massiv ansteigen sollen. Zwar hat das Unternehmen wiederholt seine Produktionsziele verpasst, noch in diesem Jahr soll aber die Zielmarke von 5.000 Model 3 pro Woche erreicht werden. Dadurch wiederum würde auch der Bedarf an Lithium weiter zunehmen. Dabei gilt: Wer frühzeitig handelt, kann unter Umständen später bares Geld sparen.

Kommt sogar eine Gigafactory nach Chile?

Die Pläne von Tesla könnten sogar über den reinen Ankauf von Lithium in Chile hinausgehen. Denn es existieren auch bereits Planspiele, in dem südamerikanischen Land selbst eine Fabrik zur Verarbeitung des Rohstoffs zu bauen. Das dort produzierte hochwertige Lithium würde dann in die Vereinigten Staaten exportiert. Auch ein auf den ersten Blick abwegiger Gedanke wird immer wieder diskutiert: Der Bau einer kompletten Gigafactory in Chile. Hintergrund dieser Gerüchte ist, dass Musk einst ankündigte, eine solche Fabrik in der Nähe der wichtigsten Rohstoffe bauen zu wollen. Bisher gibt es dazu von Tesla aber keine weiteren offiziellen Verlautbarungen. Bedenkt man, dass es aktuell sowohl bei der Produktion des Model 3 als auch in der Gigafactory 1 zu massiven Problemen kommt, dürfte der Bau einer neuen Fabrik für Tesla aktuell nicht die höchste Priorität haben.

Via: Electrek


Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping
Tags

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.