Größe ist auch im Automobilbereich immer relativ. Verglichen mit Massenherstellern wie Volkswagen oder Toyota ist Tesla noch immer eher ein Nischen-Anbieter. Ein deutlich anderes Bild ergibt sich allerdings, wenn man ausschließlich auf den Markt für Elektroautos schaut. Denn hier kündigen die traditionellen Hersteller zwar immer neue Modelle an. Wirklich Fahrt aufgenommen hat der Absatz aber noch nicht. Anders bei Tesla: Das Unternehmen verkauft ausschließlich Elektroautos und konnte nun einen Meilenstein verkünden: Wie Firmenchef Elon Musk auf Twitter mitteilte, wurde gestern die Zahl von einer Million produzierten Teslas erreicht. Gedauert hat dies je nach Sichtweise zwölf oder gar siebzehn Jahre. Denn gegründet wurde Tesla bereits im Jahr 2003. Das erste elektrische Serienfahrzeug kam mit dem Roadster aber erst im Jahr 2008 auf den Markt.


Aktuell hat der Konzern fünf Modelle im Angebot

Es folgten im Jahr 2012 die Sportlimousine Model S und im Jahr 2015 der SUV Model X. Mit dem Model 3, das seit dem Jahr 2017 verkauft wird, nahm der Konzern dann erstmals den Massenmarkt ins Visier. Tatsächlich wurde im Jahr 2018 weltweit kein Elektroauto öfter verkauft als der Mittelklassewagen des Elektroauto-Pioniers. Längst vergessen sind daher die Probleme beim Start der Produktion. Diese sorgten dafür, dass Firmenchef Musk teilweise in der Fabrik übernachtete. Er prägte zudem das eingängige Bild der „Produktionshölle“. Der millionste Tesla scheint nun aber ein Exemplar des SUV-Crossover Model Y gewesen zu sein. Dieser wird seit Beginn des Jahres in Fremont produziert. Später einmal soll das Fahrzeug aber auch in der neuen Gigafactory in der Nähe von Berlin gebaut werden. Aktuell ist der Start der Produktion hier für das nächste Jahr geplant.


Die Absatzzahlen sollen kräftig zulegen

Schon im vergangenen Jahr eröffnete Tesla zudem eine Fabrik in Shanghai. Dort sollen zukünftig bis zu 150.000 Autos pro Jahr vom Band laufen. Alleine diese Zahl verdeutlicht schon: Noch einmal zwölf Jahre will der Konzern nicht bis zur nächsten Million warten. Vielmehr sollen alleine in diesem Jahr mindestens 500.000 Fahrzeuge abgesetzt werden. Damit wäre Tesla dann auch gar nicht mehr so weit entfernt von der konventionellen Konkurrenz. Premium-Anbieter wie Mercedes oder BMW verkaufen aktuell zwischen zwei und drei Millionen Autos pro Jahr. Allerdings fuhren diese in den vergangenen Jahren Milliardengewinne ein, während Tesla aktuell eher versucht, zumindest kein Geld mehr zu verbrennen. Zukünftig könnte sich das Blatt hier aber wenden. Denn die deutschen Premium-Hersteller müssen massiv in den Ausbau der Elektromobilität investieren – was Tesla naturgemäß schon getan hat.

Via: Twitter

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