Das muss ich eben mal googeln! Die meistbenutzte Suchmaschine der Welt hat sich längst in unseren Wortschatz integriert, viele hundert Millionen Menschen rund um den Erdball nutzen sie als Startseite für ihren Browser. Die Metro AG hat auf den Rechnern ihrer Mitarbeiter nun bewusst Ecosia vorprogrammiert – um ein Zeichen zu setzen.


Foto: Forrest, Simon Gehrig, Flickr, CC BY-SA 2.0

Ecosia investiert 80 % des Gewinns in Aufforstung

Seit Sommer 2018 googeln die Metro-Mitarbeiter nicht mehr, sondern sie nutzen Ecosia. Die Nischen-Suchmaschine investiert 80 % ihres Gewinns in Aufforstungsprojekte und hat damit schon ganze Regionen neu begrünt. Ihre Fangemeinde wächst, allerdings erstaunlich langsam. Die meisten User kleben weiterhin an Google fest, obwohl der Datenkraken keinen besonders hohen molarischen Ruf genießt. In den Metro-Büros ist Google nun keinesfalls verboten: Wer möchte, kann weiterhin über diesen Anbieter nach Inhalten suchen – allerdings erscheint zuerst einmal Ecosia auf dem Bildschirm. Und weil die insgesamt 150.000 Angestellten sicherlich darüber aufgeklärt wurden, warum die Firma offiziell umgeschwenkt ist, werden die meisten wohl bei der grünen Suchmaschine bleiben. Vielleicht sogar alle.

Ecosia hat schon fast 45 Millionen Bäume gepflanzt

Ecosia hat ihren Sitz in Berlin und verzeichnet mittlerweile etwa 1 Million Nutzer täglich. Das ist schon eine ganze Menge, darf aber gern noch mehr werden. Der Anbieter hat bereits knapp 45 Millionen Bäume gepflanzt, auf der Startseite könnt ihr die ständig wachsende Zahl live mitverfolgen. Zuletzt geisterte Ecosia durch die Presse, weil das Unternehmen dem Energiegiganten RWE eine Million Euro für den Hambacher Forst geboten hat, um diesen vor der Rodung zu bewahren. Wäre dieser Deal tatsächlich über die Bühne gegangen, hätte der Zähler einen echten Sprung gemacht!


5.500 Bäume kamen durch die Metro-Umstellung schon hinzu

Die Metro AG investierte keine Penny in die Umstellungsaktion, nur ein wenig Mühe. Das Vorstandsmitglied Heiko Hutmacher spricht davon, einen »positiven Beitrag zur Wertschöpfung leisten« zu wollen. Und er freut sich über die positiven Reaktionen seiner Mitarbeiter. 5.500 Bäume durften diese durch ihre Sucheingaben bereits finanzieren, das ist schon einmal eine ordentliche Leistung! Und vielleicht bessern sich mit steigenden Nutzerzahlen auch die Ergebnisse der grünen Suchmaschine, die mit dem Algorithmus von Bing noch ein gutes Stück hinter dem hohen Google-Standard zurückbleibt.

Quelle: faz.net

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