Porsche stellt innerhalb der Automobilbranche eine Ausnahmeerscheinung dar. Denn dem Sportwagenbauer konnte selbst die Corona-Pandemie nichts anhaben. Weiterhin werden Milliardengewinne eingefahren. Auch die Zahl der Mitarbeiter wächst – was nicht zuletzt am neuen Elektroauto Taycan liegt. Damit diese erfreuliche Entwicklung aber weiterhin anhält, ist es wichtig, auch zukünftig ausreichend Kunden vom Kauf eines Porsches zu überzeugen. Deshalb organisiert Porsche regelmäßig sogenannte Experience-Veranstaltungen, bei denen das besondere Fahrgefühl vermittelt werden soll. So konnten ausgewählte Kunden vor einiger Zeit den neuen Taycan auf dem Hungaroring in Budapest testen. Zuvor allerdings musste noch ein Problem gelöst werden: Denn die Infrastruktur an der Rennstrecke war nicht in der Lage, mehrere Porsche Taycan gleichzeitig und schnell mit Strom zu versorgen.


Bild: Porsche

Der Truck wird in der Regel mit Erneuerbaren Energien aufgeladen

Deshalb schritten die Ingenieure des Konzerns selbst zur Tat: Sie packten zahlreiche Batterie-Packs in einen LKW-Auflieger und versahen die Konstruktion mit insgesamt zehn Ladepunkten. Auf diese Weise konnten sie eine mobile Ladekapazität von stolzen 2,1 Megawattstunden erreichen. Dies genügt, um den Porsche Taycan immerhin dreißigmal voll aufzuladen. Ist der mobile Akku dann leer, kann er vergleichsweise einfach über das öffentliche Stromnetz wieder aufgeladen werden. Dies dauert bei idealen Bedingungen rund vier Stunden. In der Regel ist Porsche zudem bemüht, eine nachhaltige Energiequelle in der Nähe zu finden. Bei einer Veranstaltung in Portugal beispielsweise stellten nahegelegene Photovoltaik-Anlagen die Stromversorgung sicher. Inzwischen hat Porsche in Kooperation mit dem Nürtinger Unternehmen ads-tec insgesamt neun mobile Ladestationen gebaut. Diese kamen schon auf Events in ganz Europa zum Einsatz und stellten ihre Funktionsfähigkeit unter Beweis.

Die Technologie funktioniert auch bei extremer Kälte

So wurden inzwischen mehr als 5.000 Ladevorgänge erfolgreich durchgeführt. Teilweise fanden diese unter extrem klimatischen Bedingungen statt – etwa in der Hitze Portugals oder der Kälte Finnlands. Weil es auch dabei zu keinerlei Problemen kam, wird das Projekt von Porsche inzwischen als voller Erfolg betrachtet. Zukünftig dürfte der Taycan also regelmäßig bei Experience-Veranstaltungen an außergewöhnlichen Orten im Einsatz sein. Die vor Ort vorhandene Ladeinfrastruktur stellt dann kein Hindernis mehr dar. Theoretisch können die mobilen Energiespeicher aber auch noch anders genutzt werden. Beispielsweise als Retter in der Not für Elektroautos, die mit leerer Batterie liegen geblieben sind. Einen etwas anderen Ansatz verfolgt wiederum Toyota. Der Konzern entwickelte ebenfalls einen Lastwagen als Ladestation. Dieser setzt aber zum einen auf Wasserstoff und Brennstoffzelle. Zum anderen ist der Einsatz vor allem im Rahmen der Nothilfe nach Katastrophen geplant.


Via: Porsche

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1 Kommentar

  1. Norman Barth

    23. September 2020 at 16:11

    Diesen Truck haben nicht die Ingenieure von Porsche entwickelt sondern die Ingenieure von der Firma ads-tec in Nürtingen!! Genau wie die stationären Schnellladestationen von ads-Tex für Porsche entwickelt und gebaut werden! Der Artikel ist so nicht richtig. Mit freundlichen Grüßen Norman Barth

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